100603Haspa20Binnenhafen - Keck, stimmgewaltig, mit Liedern, deren Texte zum Schmunzeln anregen und bei dem einen oder anderen männlichen Gast einen hohen Wiedererkennungswert haben dürften.

Das war Annett Louisan bei ihrem Auftritt Donnerstagabend im Harburger Binnenhafen. Rund 300 Gäste der Haspa, welche zur traditionellen Veranstaltung "Brücken bauen" geladen waren, kamen in diesen Genuss. Natürlich brachte Louisan ihren Hit "Ich will doch nur spielen". Dazu gab es amüsante Stücke aus ihren vier Alben.
Zuvor hatte Haspa-Vorstandssprecher Dr. Harald Vogelsang seine Harburger Kundschaft umworben. "Harburg ist der Teil Hamburgs, in dem Wachstum am besten möglich ist", sagte er. Dabei müsse man nicht immer die Stadtgrenzen als Barriere sehen, sondern auch die Metropolregion im Auge behalten. Der Binnenhafen hat es ihm besonders angetan. Er sein "schöner" als die "etwas sterile Hafencity". Wem die Harburger das zu verdanken haben, brachte Vogelsang auch noch einmal in das Bewusstsein der Gäste. Arne Weber sei der Gründervater der Entwicklung im Harburger Binnenhafen, welcher in den 80er Jahren noch als gefährliches "Nachtjackenviertel" verschrien war. "Er ist ein Mann, dem das, was andere machen, zu langweilig ist", lobte Vogelsang. "Weber zeichnet dabei Mut und Risikobereitschaft aus."
"Aus der Industriebrache ist ein lebendiger Stadtteil geworden", sagte Weber anschließend in seiner Rede. "Im Gegensatz zur Hafencity haben wir nicht alles platt gemacht." Grünflächen und alte Bausubstanz seien erhalten worden. Im Binnenhafen gibt es den größten Beachclub Hamburgs. Restaurants haben sich angesiedelt. "Wohnen ist jetzt der nächste Schritt, der im Binnenhafen realisiert wird", so Weber
Dann überraschte Weber die Zuhörer mit einem Projekt. Er könne sich vorstellen die Eisenbahnlinie, die Harburg und seinen Hafen trennt, zu überbauen. Ein Catwalk könne entstehen, der zum flanieren einlädt. Auch seine Idee, Teile der Universität in Harburg anzusiedeln, brachte er noch einmal ins Gespräch. Angesichts klammer Kassen, könnte der Vorschlag auch für auf Hamburg fixierte Politiker sexy sein. Die Kosten würden sich halbieren.
Später wurde noch gefeiert und das Event genutzt, um Kontakte zu knüpfen.
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