160710GastHuusHarburgMichael Förstermann gibt auf. Ende Juli wird er die Schlüssel für das Gildehaus auf dem Schwarzenberg zurückgeben. „Mein Pachtvertrag

mit der Gilde endet am 31. Juli. Über eine Fortsetzung könnte ich mich mit der Gilde leider nicht einigen und somit schließe ich das GastHuus zum Monatsende“, so Förstermann gegenüber harburg-aktuell. Die Gilde wird sich einen neuen Pächter suchen müssen – wieder mal. Im Frühjahr 2012 hatte „Dani“ den Pachtvertrag nicht verlängert. Die Nachfolger, die im Sommer einzogen, hielten sich nicht lange. Dann kam Förstermann, der mit dem „GastHuus“ auf gutbürgerliche Küche setzte und einen gewissen Erfolg hatte. Schwieriger, so beklagte es Förstermann bereits im vergangenen Jahr, wurde es mit dem Aufbau der Zentralen Erstaufnahme auf dem Schwarzenberg, die dann deutlich größer als ursprünglich angekündigt wurde und fast den gesamten Platz belegte. Die Funktion als Treffpunkt oder Sportplatz, der wieder von Studenten und Schulen vermehrt genutzt wurde, ging damit verloren. Es kamen weniger Gäste.

Hinter den Kulissen wurde nach Informationen von harburg-aktuell bis zuletzt um die Pacht gerungen. Die Gilde braucht Einnahmen, um das Darlehn für die Modernisierung des Gildehauses, die bereits vor 20 Jahren erfolgte, abzuzahlen. Lichtblick für die Harburger Schützen. Im unteren Bereich des Gildehauses hat die Stadt Räume angemietet, um Kurse für Flüchtlinge abhalten zu können.

Der Gastronomie hat das nicht geholfen. Dass das „GastHuus“ schließt, wurde schon etwas länger gemunkelt. Jetzt scheint es klar zu sein. Auch wenn Ingo Mönke, Mitglied der Deputation der Harburger Schützengilde noch Hoffnungen auf eine Einigung in letzter Sekunde hat. Bisherige treue Kunden haben dagegen bereits umdisponiert. Der CDU-Ortsverband Harburg Mitte, der dort an jedem dritten Mittwoch im Monat von 19 bis 21 Uhr seinen Stammtisch hatte, hat bereits umdisponiert. "Der Stammtisch findet ab 20. Juli im Vereinshaus des HTB statt“, sagt Birgit Stöver. Und auch die Old Tabler , die dort ihren monatlichen stammtisch hatte, schauen sich nach einem neuen Domizil um.

Für die Gilde dürfte damit die Suche nach einem neuen Pächter beginnen. Auch darüber macht sich Mönke Gedanken. „Wir“, sagt er, „sind offenen für neue Ideen.“ zv

Veröffentlicht 10. Juli 2016