150305SchwarzenbergHarburg – Das ist keine echte Überraschung. Die Innenbehörde hat die Inbeschlagnahme des Schwarzenbergplatzes verlängert. Jetzt heißt es, dass die Flüchtlingsunterkunft

bis Juni dort bleiben wird. Das bestätigte Andreas Schöpflin, Sprecher der Innenbehörde gegenüber harburg-aktuell. Der Grund: Der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab. Jetzt sind es vor allem Menschen aus dem Kosovo, die nach Deutschland kommen. Anfang März waren laut zuständiger Behörde 684 Flüchtlinge auf dem Schwarzenberg untergebracht. Der Flüchtlingsstrom aus dem Kosovo wird auch auf die in dem Land verbreiteten Informationen über die in Deutschland zu erwartenden Leistungen zurückgeführt. So wurde auf dem kosovarischen Online-Portal telegrafi

150305Bericht

Der Ausschnitt der Internetseite,
auf dem die angeblich zu erwartenden
Leistungen aufgelistet sind. Als
Adresse ist die Zentrale
Erstaufnahmein Harburg genannt.

bereits am 2. Februar unter anderem verbreitet, dass für Asylsuchende alle Ausgaben vor Ort gedeckt werden, es drei Mahlzeiten täglich gibt, die Unterbringung kostenlos ist, es 140 Euro pro Kopf sowie über 300 Euro pro Monat für Familien bei zusätzlicher monatlicher materieller Hilfe gibt. In dem Bericht ist zusätzlich ein Dokument abgedruckt, das die Adresse der Zentralen Aufnahmeeinrichtung an der Harburger Poststraße enthält.

Die Chance hier tatsächlich dauerhaft Asyl zu bekommen, sind für Antragsteller aus dem Kosovo verschwindend gering. Im Januar lag die Quote bei Antragstellern aus dem Kosovo bundesweit bei 0,3 Prozent. Laut Behörde sind die Zahlen der Antragsteller aus dem Kosovo in den vergangenen Wochen erstmals leicht rückläufig. Das ist nicht ungewöhnlich. Auch in den Vorjahren war zum Herbst hin die Zahl der Antragsteller aus dem Gebiet gestiegen und zum Frühjahr hin gesunken. zv

Veröffentlicht 6. März 2015