RoettigerKaserneFischbek - Gesucht und nicht gefunden. Der Versuch einen Investor zu finden, der in die verbliebenen Kasernengebäude der Röttiger-Kaserne Gewerbe ansiedelt, ist

gescheitert. Die Gebäude liegen nahe der Bundesstraße und sollten unter anderem der Versorgung des auf dem ehemaligen Militärgelände entstehenden Wohngebietes dienen. Verkauf sind die historischen Kasernenbauten trotzdem. Dort wird kein Gewerbe, sondern ebenfalls Wohnraum entstehen. 151 Einheiten sind geplant. Laut Ralf-Dieter Fischer (CDU) wird dafür an anderer Stelle auf dem Kasernengekände weniger Wohnraum entstehen. Laut Koalitionsvertrag ist die Zahl der Wohnungen im Rahmen des Bebauungsplans NF66 auf maximal 690 begrenzt. Fischer geht davon aus, das das auch nach dem Aus für Gewerbe und die Umnutzung der Kasernengebäude so bleibt.

Mit dem Verkauf fallen die Kasernengebäude endgültig auch als möglicher Standort für die Unterbringung von Flüchtlingen aus. SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath: "Das hatte sich eigentlich  vorher  schon erledigt." Leider seien die Gebäude über Jahre nicht ausreichend bewacht und gesichert gewesen, so dass alles gestohlen wurde, was nicht niet- und nagelfest war. Es seien nicht nur eine Edelstahlküche und alle Rohre ausgebaut worden, selbst die Wände seien aufgestemmt worden, um an die Kupferkabel heranzukommen. Heimath und auch Bezirksamtsleiter Thomas Völsch stauen ein wenig über die Ausführungen von Ralf-Dieter Fischer zur Anrechnung der Wohnungseinheiten. "Für uns ist der Bebauungsplan maßgeblich", sagt Völsch. ag/zv

Veröffentlicht 15. Januar 2015