KlappbrueckewestlBahnhofskanalHarburg - Noch klappt sie, die Klappbrücke über den westlichen Bahnhofskanal. Ob das so bleibt, ist fraglich. Die Brücke muss saniert werden. 1,1 Millionen Euro waren dafür

vom Landesbetrieb Brücken, Straßen und Gewässen, kurz LSBG, veranschlagt. Die Summe hat sich erledigt. Harburgs Politiker erfuhren: Das wird teurer - deutlich teurer. Bis auf das Vierfache werden die Kosten mittlerweile von Experten die geschätzt. Jetzt wird befürchtet, dass die Klappbrücke so saniert wird, wie die ein paar Meter entfernt liegende Brücke über den östlichen Bahnhofskanal. Die wird nach den Arbeiten "unklappbar" sein. Der Kanal, er ist die Wasserseite von angesagten Neubauprojekten, ist dann höchstens mit dem Rüderboot erreichbar. Das gleiche schicksaal droht dem westlichen Bahnhofskanal, in dem einmal das ehemalige Bäderschiff Seute Deern lag und an den unter anderem zwei Restaurants grenzen. "Damit wäre das maritime Konzept für den Binnenhafen gescheitert", sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Ralf-Dieter Fischer. Eine zweite Befürchtung: Sollte die Brücke so saniert werden, dass sie funktionstüchtig bleibt, könnte Geld an anderer Stelle, beispielsweise an die ohnehin auf Jahre gestreckte Sanierung der Kaimauern, eingespart werden. Deshalb fordert die Politik, dass die Bezirksmittel für die Sanierung aufgestockt werden. zv