140907BremerStrEißendorf – Über viele Jahre war die Villa an der Bremer Straße 242 als Kinderheim und für die Behindertenhilfe genutzt worden. Dann stand sie lange leer, bevor

es 2011 auf eine Liste von möglichen Unterbringungsorten für Obdachlose wurde. Bis zu 35 Männer und Frauen sollten dort ein Dach über dem Kopf finden.

Jetzt wird das stadteigene Gebäude, welches von der Sprinkenhof verwaltet wird, abgerissen. Das mehrere tausend Quadratmeter große Grundstück ist im Bebauungsplan als „Friedhof “ eingetragen. Ein Neubau ist weder geplant, noch wäre er schnell durchzusetzen.

Der Abbruch hat „wirtschaftliche“ Hintergründe. Eine Wiederherrichtung des quadratischen Gebäudes hätte mehr als eine Million Euro gekostet. Käufer wurden aber nicht gesucht. Dabei hätt es sicherlich Interessenten gegeben.

Unter anderem, so heißt es, hatte sich Gastronom Michael Wollenberg für die Immobilie interessiert. Er wollte in dem im Sommer von der Straße aus kaum sichtbaren Gebäude  ein Restaurant betreiben. Wollenberg betreibt jetzt erfolgreich das Restaurant „Zum Wattkorn“. „Ja“, sagt Wollenberg, „Ich hatte mich mal dafür interessiert. Es ist aber nichts daraus geworden.“

Jetzt wird die Stadt ein eher wertloses und problematisches Waldgrundstück mitten an der Bremer Straße besitzen, dass der Öffentlichkeit verschlossen bleiben dürfte. Schilder warnen vor der Gefahr durch herabfallende Äste. Das Areal selbst ist durch schluchtartige Einschnitte gekennzeichnet. Umgestürzte Bäume zeigen, dass das Gebiet über lange Jahre sich selbst überlassen wurde.

Dabei hat der Standort Geschichte. Gleich nebenan, dort wo die Reihenhäuser am Vogelhüttenberg stehen, hatte einmal die Villa gestanden, in der der Vorstandsvorsitzende der Phoenix residierte. dl