140717KrankenwagenHarburg – Den 26. Juli sollten sich Fans von Oldtimern ganz dick im Kalender anstreichen. An dem Sonnabend werden 17 historische Fahrzeuge der besonderen Art

im Konvoi von Harburg nach Winsen fahren. Mit dabei sind Krankenwagen der Modelle Ford G3 (Baujahr: 1955), Opel Kapitän (Baujahr: 1956) und Opel Olympia (Baujahr: 1958) oder ein alter Polizei-Käfer aus Hamburg.

Eines der Schmuckstücke unserer Parade ist ein Krankenwagen des Modells Jeep Willys aus dem Jahr 1956 vom Niederländischen Roten Kreuz. Weltweit gab es davon nur zwei Fahrzeuge“, so Harald Krüger, Kreisgeschäftsführer vom DRK-Harburg. „Besonders schön sind aber auch zwei Autos aus unserem eigenen Bestand: Ein Kommandowagen VW-Käfer aus dem Jahr 1964 und ein Krankenwagen VW-T2 von 1968, an dessen Steuer Innensenator Neumann sitzen wird. Die anderen Oldtimer werden von den Kollegen aus den jeweiligen Rotkreuz-Verbänden gefahren.“ In einer langsamen Parade fahren sie gemeinsam ab etwa 11.00 Uhr von Harburg nach Winsen, um sich anschließend auf dem Winsener Schlossplatz zu sammeln.

In Winsen können sich die Besucher auf einen Borgward aus dem Jahre 1957 freuen, der bis 2002 in Winsen beim Fernmeldedienst des DRK zum Feldkabelbau genutzt wurde. Feldfernsprecher, Kabeltrommeln, Feldvermittlung und alles, was vor der Umstellung auf den Sprechfunkbetrieb nötig war, konnte transportiert werden. „Die Fahrer mussten schon eine gewisse Leidenschaft für das Fahrzeug entwickeln, denn ohne Getriebesynchronisation, Lenk- und Bremskraftverstärker war das Fahren eine Herausforderung“, sagt der Winsener Bereitschaftsleiter Werner „Teddy“ Lübbe, der mit dem Fahrzeug noch im Einsatz war.

Die Oldtimer-Parade hat einen Grund. DRK-Kreisverbände Hamburg-Harburg und Harburg-Land feiern ihr 125jähriges Bestehen. zv