130922FranzosenMarmstorf – 1814 war kein gutes Jahr für Marmstorf. Bevor sich die Franzosen aus Harburg zurückzogen, fackelten sie kurzerhand das Dorf ab. Das gleiche Schicksal ereilte

Appelbüttel und Lürade, bevor Napoleons Truppen über die Bremer Straße, die eigens als Verbindung nach Paris angelegt wurde, wieder Richtung Frankreich abrückten
Wenn sich der Tag kommendes Jahr zum 200. Mal jährt, sollen die „Franzosen“ wieder durch Marmstorf marschieren.  Auf der Suche nach geeigneten Truppen war Rainer Bliefernicht, umtriebiger Spielwarenhändler, Rinderzüchter und CDU-Mann, sogar auf´s Schlachtfeld gezogen – in die Göhrde. Dort trafen sich am vergangenen Wochenende, wie alle zwei Jahre, Fans des Reenactment, der Nachstellung historischer Ereignisse in möglichst authentischer Weise, um in historischen Uniformen die Schlacht an der Görde noch einmal zu fechten. 1813 war es blutiger Ernst, als Preußen, Russen, Schweden und Engländer gegen die Französische Armee stellten.

Diesmal konnte sich Bliefernicht gefahrlos in das Kampfgetümmel wagen. Es wurde mit Platzpatronen geschossen. So gab es reichlich Gelegenheit, um Kontakte zu den Truppen zu knüpfen, die im März kommenden Jahres im alten Ortskern ihr Biwak in Marmstorf aufschlagen sollen, um dem geschichtsträchtigen Datum den richtigen Rahmen zu verpassen. Lützower Jäger, natürlich mit Marketenderinnen, und Französische Truppen sollen anrücken. Eine Bedingung gibt es: Marmstorf wird nicht wieder niedergebrannt. zv