PhoenixSchornstein2Harburg – Der 75 Meter hohe Schornstein der Phoenix wird um zwölf Meter gestutzt. Das sieht ein Kompromiss zwischen dem Eigentümer ContiTech und dem Bezirk vor. Der über 90 Jahre alte Schornstein ist marode. Ganze Backsteine fehlen. Fugen sind an vielen Stellen beschädigt. ContiTech könnte auf den Schornstein ganz verzichten. Baurechtlich könnte der Backsteinschlot durch einen Aluminium-Schornstein ersetzt werden, der deutlich kleiner ist und lediglich drei Meter über die Gebäude der Umgebung ragt. Auch der markante blau-weiße Wassertank, der für konstanten Wasserdruck in den Leitungen auf dem Werksgelände sorgt, wäre ersetzbar. Elektronische Pumpen könnten diese Aufgabe übernehmen. Für Harburg ist der Schornstein eine markante Landmarke in der Silhouette der Stadt. Auch Denkmalschützer hatten sich für den Schornstein stark gemacht. Dem jetzt vorgeschlagenen Kompromiss stimmten die Abgeordneten der SPD, CDU und FDP zu.
Begonnen werden soll mit der Sanierung und der Kürzung im kommenden Frühjahr. Jürgen Duenbostel von den Linken hat dann auch eine Idee, was man mit dem gestützten Schornstein anstellen könnte. Er will den Schornstein an die islamische Gemeinde abgeben, die den Schlot als Minarett nutzen könnte, von dem der Muezzin zum Gebet ruft. Duenbostel meint das ernst. zv