100402WilhelvsPortoWilhelmsburg- Es mutete teilweise wie ein leicht verspäteter Aprilscherz an, was die Zuschauer am Karfreitag bei dem Spiel SV Wilhelmsburg gegen den FC Porto geboten bekamen. Die Wilhelmsburger stellen zwar

mit 63 erzielten Toren die stärkste Offensive in der Bezirksliga Süd, ein 8:1 Sieg ist aber auch für das Team von Michael von Trzebiatowski etwas besonderes. Das gelang der Mannschaft zuletzt am 2. August vergangenen Jahres gegen das Schlusslicht Viktoria Harburg. Diesmal aber war mit Porto der Tabellensiebte zu Gast, gegen den man in der Hinrunde noch verloren hatte. Am Ende war es ein Torfestival und so eine Art einschhießen für das Topspiel am nächsten Mittwoch, wenn man als Tabellenzweiter beim Staffelführer Grün Weiss Harburg antritt. Ein Spiel mit besonderem Charakter, das meint auch von Trzebiatowski: " Auf das Spiel freuen wir uns, dafür arbeiten wir das ganze Jahr." Von einer Vorentscheidung um den Aufstieg möchte der Coach aber nichts wissen, "schließlich sind dann immer noch zehn Spiele zu absolvieren." Beobachtet wurde das Treiben des SV Wilhelmsburg passenderweise von Sven Siebert, der Trainer von Grün- Weiss Harburg. Und trotzdem galt es ersteinmal die Pflichaufgabe mit dem FC Porto zu erfüllen. Und dieser Aufgabe nahm sich der SVW entschlossen an, stieß dabei aber insbesondere in den ersten Minuten auf gehörigen Widerstand. Beide Mannschaften boten eine interessante Anfangsphase mit rassigen Zweikämpfen und schönen Spielszenen. In der 25. Minute gelang den Wilhelmsburgern dann das 1:0. Nach einer Flanke von links, konnte Stürmer Dominic Ulaga "einnetzen". Der Führungstreffer aber schien Porto nicht sonderlich zu beeindrucken, mit gefährlichen Standards setzten die Gäste ihre Offensivaktzente. In der 30. Minute wurde ein Portospieler von Roman Anklam Regelwiedrig im Strafraum gelegt, der Schiedsrichter gab den Strafstoß. Diesen verwandelte Porto sicher zum 1:1 Ausgleich. Bereits zwei Minuten später antwortete Wilhelmsburg mit dem 2:1 wieder durch Ulaga. Nach der Pause eröffnete erneut der überrgaende Ulaga mit einem Beinschuss den Torreigen der Wilhelmsburger, nachdem Sascha Kopmann zwei Portospieler wie Alleebäume stehen ließ. Und auch das vierte Tor markierte der vor selbstbewusstsein strotzende Ulaga, der seine "Buden" im Stile eines Torjägers machte und von seinem Trainer ein Lob erhielt. "Dominic macht mit seinen vier Toren einfach den Unterschied." Den endgültigen Untergang für Porto , sowie den zwölften Saisonsieg besiegelten die restlichen drei Treffer zum 8:1. Torschützen unteranderem Roman Anklam und Ahmed Esentürk. (pw)