get-attachmentHarburg - Für Viktoria Harburg wird die Luft immer dünner. Derzeit steuert der Traditionsverein, der dieses Jahr 100 jähriges Jubiläum feiert, mit Volldampf auf die Kreisliga zu. Seit dem 2. Spieltag hält die Mannschaft von Sükrü Kacan

die „rote Laterne“  in der Bezirksliga Süd, der Abstand zum rettenden Ufer beträgt ganze zehn Punkte. Somit konnte die Ausgangslage vor dem Spiel gegen den SV Wilhelmsburg nicht unterschiedlicher sein, präsentieren sich die Kicker von der "Elbinsel" doch seit Wochen in überragender Form und spielen nicht umsonst um den Aufstieg in die Landesliga mit. In der ersten Halbzeit war wenig spielerischer Fussball zu sehen, beide Mannschaften aber kämpften um jeden Quadratzentimeter Boden. Eher eigene Unzulänglichkeiten, denn ein vom Gegner herausgespieltes Tor, verhalf den Gästen zum 1:0. Einen kapitalen Aussetzer der Viktoria- Abwehr, nutzte der SV Wilhelmsburg eiskalt. Trainer Sükrü Kacan, von Vereinsmitgliedern liebevoll „Ötschi genannt, zeigte sich sauer über ein solches Defensivverhalten, „Das ist einfach nur dumm und so ein Fehler wird gnadenlos bestraft.“ In der Folge kamen die Blau- Gelben zu zwei guten Möglichkeiten, vor dem Tor aber waren die Stürmer nicht konsequent genug. Wie groß die Verunsicherung innerhalb der Mannschaft ist, wurde beim 2:0 deutlich, als es gleich mehreren Viktoria- Spielern nicht gelang den Ball aus der gefahrenzone zuEntfernen. Diesen "Patzer" konnte der Wilhelmsburger Dominic Ulaga nutzen, der den Ball wunderschön mit dem Ausenrist in obere Eck setzte. Zur Halbzeit brachte Sükrü Kacan Marc Stender, eine weitere Offensivkraft. Das Bild änderte sich auch im zweiten Abschnitt nicht, wie ein D- Zug überrollten die Wilhelmsburger in Person von Ahmed Esentürk, Sascha Kopmann und Dominic Ulaga die Abwehr der Harburger. Dabei konnte Peter Lascheit per Kopf zum 3:0 treffen, Viktorias Keeper Jan Leube wurde nicht zum ersten Mal im Stich gelassen. Der Wilhelmsburger Trainer Michael von Trzebiatowski aber war mit der gezeigten Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden und meint: „Das Spiel kann man vergessen, die drei Punkte nehmen wir mit- und gut.“ Mit dieser Niederlage geht die Durstrecke für Viktoria weiter, in der Rückrunde hofft Kacan auf personelle Verstärkungen. Was im Falle eines Abstiegs mit ihm selber passiert, weiss er noch nicht. Fest steht nur, dass Kacan den Verein in dieser Situation nicht im Stich lassen wird, „Ich stehe zu meinem Wort und bleibe bis Saisonende.“ (pw)