131124Rennen09Harburg - Auch bei der 22. Folge des 24 Stunden Slotcarrennen war Audi nicht zu schlagen: Frank Biela, Christian Schön, Helmut Schmid und Thomas Voigt bescherten

dem Audi Team tv racing mit einer perfekten Vorstellung im Foyer der TuTech im Channel den fünften Sieg in Folge beim Langstrecken-Klassiker des rallye racing Carrera Cup.
 
Dem fünfmaligen Le-Mans-Sieger Frank Biela, der erst in der Nacht von einer anderen Veranstaltung anreiste und um 23 Uhr erstmals den Drücker des Schaeffler Audi R8 LMS ultra mit der Startnummer „2“ übernahm, gelang damit auch der fünfte Sieg bei den 24 Stunden Hamburg. Für die Mannschaft von tv racing war es der insgesamt zwölfte Triumph bei den 24 Stunden – und das mit einer neue Rekorddistanz von 5209 Runden.
 
So groß der Vorsprung de Audi Team tv racing im Ziel war (153 Runden), so hart musste die Audi-Mannschaft für den Erfolg kämpfen. Die vier bestplatzierten Teams unterboten alle die Rekorddistanz aus dem Vorjahr – und in den ersten zwölf Stunden lagen die Spitze des Feldes extrem eng zusammen.
 
Vom letzten Startplatz ins Rennen gegangen, benötige Thomas Voigt nur fünf Runden, um sich erstmals an die Spitze des Feldes zu setzen. In der ersten Stunde lieferte aber überraschend Youngster Julius Kragl (16) mit dem BMW Z4 GT3 des Teams MAG Junior Masters erbitterten Widerstand und erkämpfte sich zeitweise Platz eins. Immer wieder wechselte die Führung zwischen dem gelb-grünen Schaeffler-R8 und dem roten Z4 im Design des OK Ring Taxis.
 
Während die BMW-Mannschaft im Laufe des Rennens auf den vierten Platz zurückfiel, entwickelte sich an der Spitze nicht ganz unerwartet ein knallharter Dreikampf zwischen Audi, Bentley und Volkswagen. Die meiste Zeit hatten die Vorjahressieger die Nase knapp vorn, doch immer wieder wurde auch der Joest-Bentley von Joest Racing auf Platz eins geführt. Nach zwölf Stunden trennten nur 22 Runden die beiden Führenden.
 
Doch während der Audi ohne größere Probleme durch die Nacht kam, erwischte e vor allem die Bentley Boys böse. Der Continental GT wurde hart von einem Konkurrenten getroffen, dabei brach die Karosseriebefestigung, was Folgeschäden und weitere Reparaturen nach sich zog. Nach 18 Stunden übernahm damit das Team Volkswagen Motorsport-Das Kartell bei der RCCO-Premiere des neue Volkswagen Polo R WRC den zweiten Platz und verteidigte einen knappen Vorsprung von zehn Runden bis ins Ziel.
 
Die Volkswagen-Mannschaft hatte mit dem nagelneuen Auto, das erst wenige Tage vor dem Rennen fertig geworden war, Probleme mit einem zu tief sitzenden Leitkiel. Nach einer Modifikation in der Nacht zählte der Polo zu den schnellsten Autos im Feld. Schnell unterwegs war dabei Jürgen Jungklaus. Der Renningenieur von Mike Rockenfeller in der DTM startete erstmals bei den 24 Stunden und kam auf Anieb auf das Podium.
 
Im Kampf um Platz vier setzte sich das Team MAG Junior Masters gegen die Schwester-Mannschaft MAG Masters durch. Die Mannschaft um Andreas Göhring und Robert Müller musste während des Rennens zahlreiche Tiefschläge einstecken und der McLaren überquerte die Ziellinie reichlich zerfleddert. Ans Aufgeben dachte die McLaren-Truppe aber ebenso wenig wie die ebenfalls leidgeplagte PROTOTYP-Shell-Mannschaft mit Porsche-Junior Klaus Bachler. Der 21-jährige Österreicher musste ohne Training in das Rennen starten und zahlte am Anfang viel Lehrgeld. „Ich hätte mir das nicht so schwer vorgestellt“, sagte Bachler. „Man merkt, dass die Jungs das hier öfter machen. Spaß gemacht hat es trotzdem mächtig – ein wirklich toller Event.“
 
Bei der Siegerehrung kündigte TuTech-Geschäftsführer Dr. Helmut Thamer, Geschäftsführer an, das 24-Stunden-Rennen der „großen kleinen“ Rennserie auch 2014 wieder ausrichten zu wollen. „Darauf freue ich mich schon jetzt“, sagte Frank Biela. „Für dieses Rennen komme ich immer wieder gerne nach Harburg.“ dl