121226weihnachtscross.2jpgHeimfeld – Am 2. Weihnachtstag in die Haake – das hat in Harburg Tradition. Seit 50 Jahren strömen die Fans zum bekanntesten Radcross-Rennen Norddeutschlands zur überaus

anspruchsvollen Strecke an der Kuhtrift. Fahrer wie die Ex-Weltmeister Philipp Walsleben, Mike Kluge und Peter Thaler sind hier schon gestartet.

Doch in diesem Jahr ist die Veranstaltung gefährdet – zumindest an diesem Ort.

 

Es gibt Krach zwischen Frank Plambeck, Sportwart der Harburger Radsport Gemeinschaft, und Heinrich Schabert aus Dinkelsbühl, dem Eigentümer des Walds rund um die Kuhtrift. Schabert griff zu, als die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) im vergangenem Jahr rund 47 Hektar der Gemarkung „Vahrendorf-Forst“ angeboten hatte. Die Hansestadt Hamburg hatte kein Interesse an einem Kauf.

„Wir haben relativ früh  Kontakt zu Herrn Plambeck aufgenommen, weil wir diese Radsportveranstaltung unterstützen und unser Forstgebiet dafür kostenlos zur Verfügung stellen wollen“, sagt Schabert.

Aus dem Mund von Frank Plambeck hört sich das anders an. In einer Presseinfo berichtet er von „langen, kräftezehrenden Verhandlungen“ zwischen der Harburger RG und dem neuen Eigentümer. Sie hätten leider nicht zu dem erwarteten Ergebnis geführt. Deshalb sehe sich die RG gezwungen, in ein anderes Waldgebiet auszuweichen. Sie sei mit Hilfe des Revierförsters schon auf der Suche nach einer Ausweichstrecke. Für Plambeck scheint klar zu sein, wer Schuld an der Misere hat: „Eine 50-jährige Tradition kann man eben auch mit einem Federstrich beenden.“

Schabert wundert sich: Unsere einzige Forderung an den Veranstalter war, dass man uns für die Zeit der Durchführung dieses Radrennens von einer Haftungsverpflichtung umfassend freistellt. Das wollte der Repräsentant der Harburger RG ausdrücklich nicht, er hat vielmehr erwartet, dass wir einen Teil seines Haftungsrisikos übernehmen.“

Und nun? Schabert ist nach wie vor gesprächsbereit, nun sei die Harburger RG am Zug. Hat das Bezirksamt keinen Schlichter? ag