130404LeipoldNeugraben- Headcoach Helmut von Soosten hatte es bereits Ende Februar gesagt:"Es könnte einen kleinen, aber auch großen Umbruch geben." Da der Hauptsponsor

und Namensgeber Aurubis AG die finanzielle Unterstützung ab der kommenden Spielzeit um ein Drittel kürzt, ist der Volleyballklub VT Aurubis zu personellen Veränderungen im Kader gezwungen (wir berichteten). Die Saisonplanungen laufen bereits auf Hochtouren. Doch jetzt ist klar: Die sportliche Leitung muss auch im Trainer-Team Einschnitte hinnehmen.

Wie der Volleyballklub vermeldete, wird Co-Trainer Sebastian Leipold den VTA am Ende der Saison verlassen. Der 29-Jährige sucht die Herausforderung eines Chef-Trainer-Postens in der 1. Bundesliga. Leipold hat seit drei Jahren beim VT Aurubis gearbeitet und seit letzten Sommer auch die 2. Mannschaft trainiert. Coach von Soosten sagte zur Entscheidung Leipolds: "Mit Sebastian verliere ich einen jungen und ambitionierten Trainerkollegen an meiner Seite. Ich bin überzeugt, dass er seinen Weg machen wird. Dafür wünsche ich ihm das erforderliche Glück und den dafür oft notwendigen Atem, um sich durchzusetzten."

So ganz überraschend kommt der Schritt aber dann doch nicht daher. In den letzten Wochen war im Umfeld des Vereins immer wieder zu hören, dass Leipold gerne als Cheftrainer arbeiten würde. "Es hatte sich abgezeichnet", gibt Präsident Horst Lüders zu. Wer in der nächsten Saison die 2. Mannschaft des VTA leiten wird, ist noch nicht klar. Von Soosten: "Wir wollen das Augenmerk klar auf den Nachwuchs legen, um die Durchlässigkeit von der 2. in die 1. Mannschaft zu erhöhen." Heißt im Klartext: Der Nachfolger soll sich auf die Arbeit mit dem 2. Damen-Team konzentrieren und talentierte Spielerinnen auf den Sprung in die Bundesliga vorbereiten.

Nicht mehr hauptamtlich soll nach den Vorstellungen des Headcoaches der Posten des Co-Trainers besetzt sein: "Hier suchen wir junge Leute, die im Volleyball Erfahrungen haben und sich im Trainingsbetrieb einbringen wollen", beschreibt von Soosten das (Anforderungs-)Profil. Wie genau sich die sportliche Führung nach dem Abschied Leipolds aufstellt, soll in den nächsten Wochen geklärt werden. (pw)