130223vtaNeugraben- Es wirkte wie ein Rückfall in überwunden geglaubte Zeiten. Der VT Aurubis hat am Samstagabend das Heimspiel gegen den VfB 91 Suhl deutlich mit

0:3 (20:25, 11:25, 17:25) verloren und dabei eine ganz schwache Leistung abgeliefert. Den "Kupfer-Girls" unterliefen in der Defensive reihenweise  Fehler und im Angriff fehlte in allen Sätzen die nötige Durchschlagskraft und Effektivität.

Die 1.386 Zuschauer in der CU-Arena fühlten sich wohl an den Saisonbeginn erinnert, als unter Ex-Coach Jean-Pierre Staelens so gut wie nichts zusammen lief.

Auch Helmut von Soosten, der am Donnerstag einen Zwei-Jahresvertrag als Trainer und Manager unterzeichnet hatte (wir berichteten), war vom schwachen Auftritt seiner Mannschaft überrascht. Er sagte: "Ich habe nach den vielen "englischen Wochen" schon damit gerechnet, dass wir in ein "Loch" fallen könnten. Aber das es so schlimm sein würde, hatte ich nicht erwartet." Der 48-Jährige bemängelte: "Wir haben heute zu viele Fehler gemacht und keine Lösungen parat gehabt." Der Coach kritisierte zudem das harmlose Angriffsspiel über die Außen. "Wir haben keinen Druck ausgeübt und sind dadurch immer wieder in Bedrängnis geraten. So konnte Suhl viele Punkte erzielen." Die Angriffsquote des VTA lag gerade mal bei 27 Prozent, der VfB erreichte einen Wert von 51 Prozent!

Nach dem verpatzten Heim-Auftritt wird der Druck auf das Team um Mannschaftsführerin Imke Wedekind nun immer größer. Denn der VTA (6.) konkurriert mit dem USC Münster (7.) um Platz sechs, der direkt für die Play-offs qualifiziert. Im schlimmsten Fall rutscht Aurubis noch auf Platz sieben ab. Dann müssten die Hamburgerinnen den Umweg über die Pre-Play-offs nehmen. Und weil der Tabellensiebte gegen den Tabellenzehnten spielt, würde dann erneut der VfB 91 Suhl warten. "So lange wir uns noch direkte qualifizieren können, denke ich darüber nicht nach. Wir wollen den sechsten Platz halten", gibt von Soosten die Richtung vor.

Vor dem Finish der Normalrunde wartet auf alle VTA-Fans am kommenden Mittwoch aber noch ein richtiger "Leckerbissen". Im Halbfinal-Hinspiel des Challenge-Cups kommt das italienische Spitzen-Team Piacenza in die CU-Arena (27.2./20:00 Uhr). Eine Mannschaft die mit international erfahrenen Spielerinnen gespickt ist und deshalb als klarer Favorit gilt. Von Soosten: "Wir wollen die beiden Spiele genießen und Piacenza versuchen etwas ärgern." (pw)