130119vtajpgNeugraben- Im Stadionheft vor dem Bundesligaspiel gegen den USC Münster tauchte Jean-Pierre Staelens noch als Trainer auf. In der Gegenwart ist der entlassene Niederländer dagegen Geschichte (wir berichteten). Am Mittwochabend

saß erstmals der neue Interimstrainer Helmut von Soosten auf der Aurubis-Bank. Der 48-Jährige feierte mit seiner Mannschaft einen Traumeinstand, gegen den USC feierte sein Team einen 3:1-Heimsieg (18:25, 25:18, 25:21, 25:17).

Nachdem der Tabellenfünfte den ersten Satz noch siegreich gestalten konnte, trumpfte der VTA in der Folge groß auf. Mutig, selbstbewusst und angriffslustig. Das waren die Qualitätsmerkmale im Spiel der Hamburger Volleyball-Frauen.

Im zweiten Satz konnte sich die Heimmannschaft einen komfortablen Vorsprung von 18:14 herausspielen, den entscheidenden Satzball zum 25:18 setzte Mannschaftsführerin Imke Wedekind mit einem Netzroller. Von nun an war Aurubis nicht mehr zu stoppen und sicherte sich den dritten und vierten Satz.

Von Soosten stellte nach dem Spiel zufrieden fest: "Wir hatten ja in der Annahme immer Probleme, dass haben wir heute deutlich besser gemacht. Außerdem finde ich, dass die Mannschaft viel angriffslustiger war." Ob bei den Volleyball-Damen nun der berühmte Trainer-Effekt eintrat ist Spekulation. Klar ist aber: Gegen den USC ging das Team vom ersten bis zum letzten Satz engagiert und aggressiv zu Werke und präsentierte sich gegenüber der Hinrunde stark formverbessert.

Auch wenn das Zeitfenster zwischen der Entlassung von Staelens und der Bundesligapartie nur sehr kurz war, hatte von Soosten versucht, an kleinen Stellschrauben zu drehen. "Ich wollte wieder mehr Spaß und Spielfreude sehen. Dazu wollte ich das Selbstvertrauen und die Sicherheit zurückholen." Dafür hat der Coach vor der Partie einige Motivationswörter an die Tafel geschrieben, die die Spielerinnen "aufsaugen" und mit in das Spiel nehmen sollten.

Ein Trick der bestens funktionierte und dem Coach einen super Start bescherte. (pw)

 

130119vta2