121120baskets Alstertal- Der Glaube an die Überraschung war zu jedem Zeitpunkt da, am Ende aber mussten sich das 1. Damen-Team der SG Harburg Baskets im Stadt-Derby beim SC Alstertal-Langenhorn mit einer 72:82-Niederlage abfinden. Doch der Frust

über die Pleite beim Aufstiegsfavoriten der Regionalliga-Nord hielt sich in Grenzen, schließlich verolgt das Team von Coach Denis Mangkod mit dem Klassenerhalt andere Ziele als der Hamburger Rivale. "Wir haben beim Tabellenführer ein tolles Spiel abgeliefert, dass war Basketball auf ganz hohem Niveau", fand der Trainer nach dem Spiel nur lobende Worte. Auch weil seine Mannschaft, dass Spiel lange offen gestalten konnte. Bis zum zweiten Viertel lieferten sich die beiden Teams ein Duell auf Augenhöhe, erst im dritten Abschnitt konnte sich der Meisterschaftsanwärter unter der Leitung von Landestrainer Alexander May einen deutlichen Vorsprung herausarbeiten. Während die knappe Halbzeitführung von 42:41 bei den Harburgerinnen noch aufhorchen ließ, ging das dritte Viertel mit 8:23 an die Heimmannschaft. Den 14-Punkte-Vorsprung ließen sich die Damen von Alstertal-Langenhorn nicht mehr nehmen, so dass am Ende die vierte Saison-Niederlage stand.

 

Mangkod sieht die Entwicklung seines Teams, dass nach dem sechsten Spieltag einen beachtlichen fünften Rang belegt, äußerst positiv. "Unsere Qualität ist sicher unsere Ausgeglichenheit im Kader. Wenn jemand mal einen schlechten Tag erwischt, springen andere in die "Bresche"." Weitere Qualitätsmerkmale lassen sich anhand der Statistiken ablesen: Mit 73,4 Prozent verwerteter Freiwürfe weisen die Damen der Baskets den besten Wert der gesamten Liga auf. Mit 69,0 Prozent folgt mit dem Tabellenzweiten SV Halle ein echtes Top-Team auf Platz zwei. In der Liste der besten Freiwerferinnen tauchen mit Rebecca Anne Kueny (15 Würfe, 13 Treffer), Melanie Koppel (20 Würfe, 17 Treffer) und Evelin Fröhlich (13 Würfe, 11 Treffer), gleich drei Harburgerinnen unter den Top vier auf. Auch bei den Treffern von der 3er Linie stechen die Damen von Mangkod hervor. Mit 27 Treffern sind sie das zweitbeste Team der Liga. Ungeachtet desssen, sieht der Trainer auch noch Verbesserungsbedarf: "Wir haben uns gegen die starken Vereine der Liga zu viele Körbe gefangen (346, Anm. d. Red.)." Mangkod selbst war vom Auftritt gegen Alstertal-Langenhorn beeindruckt ("Alle haben richtig Gas gegeben") und fordert in den drei verbleibenden Spielen bis zur Pause "die gleiche Motivation und Einstellung wie im Derby" von seinen Spielerinnen und macht auf dem langen und steinigen Weg zum Ligaverbleib folgende Unterscheidung. "Es gibt bei mir Bonus- und Pflichtspielsiege. Ein "Bonussieg" wäre ein Erfolg gegen Alstertal gewesen. Bei Pflichtsiegen dagegen planen wir die Punkte fest ein und müssen gewinnen." Eine Erfolgsformel, die in der laufenden Spielzeit aufgehen und an deren Ende der Klassenerhalt in der Regionalliga Nord stehen soll.

Die nächste Begegnung für die Baskets findet am kommenden Sonntag gegen die BG Zehlendorf statt (16:00 Uhr/Immanuel-Kant-Gymnasium). "Zehlendorf sei kein absoluter Pflichtsieg", so Mangkod, der aber direkt hinterherschiebt: "Wenn wir unser Potenzial abrufen und den Schwung mitnehmen, können wir auch das ein oder andere "Bonusspiel" gewinnen." Vielleicht ja schon am Sonntag... (pw)