121027vtaNeuwiedenthal- Stotterstart für den VT Aurubis in die neue Saison. Nachdem die Volleyball-Damen ihr Auftakt-Match bei Alemannia Aachen mit 2:3 verloren, setzte es auch bei der Heim-Premiere gegen den Double-Sieger

Schweriner SC eine 2:3 Niederlage (25:19;25:22;18:25;16:25;15:13). Headcoach Jean-Pierre Staelens muss die Partie in der "CU-Arena" wie eine Kopie vom Spiel bei der Alemannia vorgekommen sein.

Denn wie in Aachen konnten sich die Damen auch gegen Schwerin einen Vorsprung erspielen (In Aachen 2:1, gegen Schwerin 2:0), gaben am Ende den Sieg aber noch her. Damit stehen zum Start in die neue Spielzeit zwei Niederlagen und null Punkte zu Buche. Auch wenn man gegen ein Star-Ensemble aus Schwerin verlieren kann, ist die Start-Bilanz gemessen an der sportlichen Zielsetzung (Platz 4 in der Liga) enttäuschend.

Dabei sah zunächst alles so gut aus, denn auch gegen Schwerin erwischte das Team von Staelens einen Traumstart. Unter den Anfeuerungsrufen des lautstarken Publikums in der  "CU Arena" (1.530 Zuschauer) gewannen die Volleyballerinnen den ersten Satz mit 25:19. Besonders heiß umkämpft war dann der zweite Satz, indem die Heimmannschaft ein 16:18 Rükstand in einen 25:22 Satz-Sieg umwandelte - die Arena tobte vor Freude.

Viele Fans des VTA fragten sich: Können wir vielleicht die Sensation schaffen und die Schweriner stürzen? Die Antwort gab der Gast im dritten Satz. Die Mannschaft von Trainer Teun Buijs präsentierte sich mit den starken Angreiferinnen Anja Brandt und der ehemaligen VTA-Spielerin Lousi Souza Ziegler deutlich leistungsverbessert und konnte den Satz mit 25:18 für sich entscheiden. Und weil der VTA auch den vierten Satz mit 16:25 vergab, kam es zum hochdramatischen Finish im Tie-Break. Diesen konnten die Hanseatinnen mit 12:12 lange offen gestalten. Doch dann unterlief der Mannschaft beim Stand von 13:14 ein folgenschwerer wie leichter Fehler, der letztendlich die zweite Pleite besiegelte.

Headcoach Staelens sagte nach dem Spiel: "Besonders über den letzten Ball ärgere ich mich, das darf nicht passieren." Zu dem Null-Punkte-Auftakt meinte der Niederländer: "Wir trainieren sehr hart, aber ich bin eben kein Zauberer."

Viel Zeit, die Niederlage aufzuarbeiten bleibt dem VTA nicht, schon am Mittwoch müssen die "Kupfer-Ladies" beim Köpenicker SC in Berlin antreten. Staelens: "Am Montag werden wir das Spiel nochmal kurz aufarbeiten, aber dann müssen wir schnell den Blick nach vorne richten und uns taktisch auf Köpenick vorbereiten." Sehr entäuscht über den Ausgang der beiden Start-Spiele zeigte sich auch Mannschaftsführerin Imke Wedekind: "Wir haben einfach beide Spiele aus der Hand gegeben. Wir könnten vier Punkte haben, aber leider haben wir null."

Das sollte sich schon am Mittwoch in der Hauptstadt ändern, ansonsten drohen die Saisonziele schnell in weite Ferne zu rücken. (pw)