091011NeulandEinigkeitNeuland- Als sich die Spieler vom TSV Neuland nach dem Schlusspfiff unter die Fans mischten und feierten, war der Gegner längst in der Kabine verschwunden. Kurz zuvor hatten die Neuländer im Derby gegen Einigkeit Wilhelmsburg den

 Zuschauern, zumindest im zweiten Durchgang, eine rassige und attraktive Partie geboten -  mit dem besseren Ausgang für Neuland, die den Gegner mit 3:0 nach Hause schickten. Dabei sah alles zu Beginn nach einem langweiligen Derby aus, beide Teams wirkten nervös und konnten nur wenig Struktur in ihr Spiel bringen. Torraumszenen, wie der Pfostenkopfball von Wilhelmsburg, waren da schon sportliche Höhepunkte. Erst Mitte der ersten Hälfte stabilisierte sich Neuland und  entwickelte  insbesondere durch Standards Gefahr. Eine Standardsituation war es auch, die dem Team von Thomas Rabe in der 34. Minute das 1:0 bescherte. Einen Kopfball von Andreas Aschendorf ließ Gäste-Keeper Fathi Özkök nur abprallen und so konnte Hendrik Hellmig zum 1:0 einschieben. „Wichtig war das wir auch mal vorlegen.“ Kurz vor der Halbzeit wurde Einigkeit- Coach Thorsten Bettin der Trainerbank verwiesen, laut Aussage des Co- Trainers „weil er eine Entscheidung des Schiedsrichters reklamierte“.  Die Wilhelmsburger „wollen sich in Zukunft nicht mehr alles gefallen lassen“ und bemängeln, dass die Schiedsrichter nur wenig kritikfähig seien. In der Folge entwickelte sich eine hitzige Atmosphäre, immer wieder gab es überharte Zweikämpfe. In der Nachspielzeit wurde der Neuländer Hugo Goncalves von einem Einigkeit Verteidiger gefoult und danach ins Gesicht getreten - eine Tätlichkeit die der überforderte Unparteiische übersah. Mit dieser Szene begaben sich die Mannschaften in die Halbzeitpause. Für die Fans gab es zur Abkühlung Bier und Bratwurst. Und wer am Wurststand noch Schlange stand, verpasste kurz nach Wiederanpfiff das 2:0 durch Tim Rabe, wieder nach einem Eckstoß. Wenn aber nun einer meinte, Einigkeit würd einbrechen, wurde er eines Besseren belehrt. Denn nun kämpften und ackerten die Wilhelmsburger, setzten alles daran nochmal zu verkürzen. In der 60. Minute gab der Schiedsrichter ein Freistoßtor nicht. „Der Schiri war der Meinung, der Freistoß müsse indirekt ausgeführt werden“, zeigte sich Manuel Garcia sauer. Die letzten 30 Minuten der Partie zog sich Neuland weit zurück und beschränkte sich auf das Kontern. In der 86. Minute fiel das 3:0 für Neuland, die gegen die vorangegangene Druckphase mit viel Kampf gegenhielten. Trainer Thomas Rabe hofft, dass mit dem Sieg das Selbstbewusstsein seiner Spieler gestärkt wurde und man nun weiter aufschließen kann, um den Klassenerhalt zu schaffen. Weitere wichtige Zähler kann Neuland am nächsten Freitag  bei Voran Ohe sammeln. Für Einigkeit Wilhelmsburg ist die Niederlage ein herber Rückschlag. Wiedergutmachung kann das Team zuhause gegen Hamm United betreiben. (pw)