120812altenwerderbuxtehude Neuwiedenthal- Riesen Aufregung bei der Partie zwischen dem FTSV Altenwerder und Buxtehuder SV. Es läuft die 87. Minute, als Altenwerder durch Stefan Janietz zum 1:1 Augleich kommt. Doch mitten in die Jubelstürme der

Spieler und Fans hinein, entsteht Unruhe. An der Außenlinie sieht FTSV-Spieler Alexander Kübler plötzlich die rote Karte, dazu annulliert der Unparteiische das Tor, es bleibt bei der 1:0 Führung für die Gäste.

Vom einen auf den anderen Moment mutiert der Schiedsrichter zum Hauptdarseller. Altenwerder fühlt sich betrogen, es folgen wüste Proteste. Was war passiert? Kübler eroberte im Mittelfeld den Ball und leitete den Angriff ein. Doch im Rücken des Referees hob der Linienrichter die Fahne um ein Foulspiel anzuzeigen, eine wohl korrekte Entscheidung. Der Treffer zählte nicht, so dass es am Ende beim 1:0 für Buxtehude blieb.

Besonders bitter für Altenwerder, die nach der Niederlage letzte Woche gegen Hamm United und null Punkten auf dem Konto, die ersten Zähler der Saison einfahren wollten. Die Zielvorgabe des Vereins lautet "Klassenerhalt". "Wir sind das einzige Team in der Landesliga, dass keine großen finanziellen Aufwendungen hat, da kann es nur unser Anspruch sein, einen Nicht-Absteigsplatz zu erreichen", so Trainer Thorsten Bettin.

Eine Einschätzung mit der der erfahrene Coach wohl goldrichtig liegt, dass hat insbesondere das Spiel gegen Buxtehude gezeigt. Selbst gegen den Aufsteiger und Landesliga-Neuling fehlten ein strukturierter Spielaufbau und gefährliche Offensivaktionen. In der 15. Minute gelangte der Ball zu FTSV-Neuzugang Tobias Beck, dessen Schuss aber verfehlte den gegenerischen Kasten deutlich. Nur fünf Minuten später, dribbelte sich auf der anderen Seite Ahmed Mhamdi durch die Abwehr, sein satter Rechtschuss prallte von der Unterkante der Torlatte zurück ins Feld - Glück für Altenwerder. In der 33. Minute war es dann aber soweit: Einen Freistoß aus 23 Metern konnte Altenwerders Schlussmann Sebastian Jobmann noch parieren, gegen den Nachschuss von Jendrik Matthies aber war er machtlos. Die 1:0 Führung sorgte bei Buxtehude für Sicherheit und Stabilität, beim FTSV hingegen schlichen sich einige Passfehler ein. In der zweiten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften auf eher mäßigem Niveau, einzig die oben beschriebene Situation erhitzte nochmal die Gemüter.

Trainer Bettin ärgerte sich zwar über den nicht gegebenen Treffer, der zumindest einen Punktgewinn bedeutet hätte, seinem Team stellte er aber dennoch ein gutes Zeugnis aus. "Im Gegegnsatz zum Spiel bei Hamm United war das heute eine deutliche Steigerung in allen Bereichen. Wir müssen ruhig bleiben und weiter hart arbeiten." Die ersten Punkte auf dem Weg zum großen Ziel, sollen im Optimalfall schon kommende Woche eingefahren werden. Dann geht´s zum Oststeinbeker SV. (pw)