120627vta Neugraben- Der VT  Aurubis Hamburg gab am heutigen Mittwoch die Verpflichtung von Els Vandesteene bekannt. Die belgische Nationalspielerin kommt vom VDK Gent und wird das Team der Volleyball-Frauen zur neuen Saison verstärken. In

der gesamten Vereinsgeschichte ist die 25-Jährige erst die zweite Belgierin, "die erste war 1989/90 Sabine Verwilt-Jungclaus", erinnert sich Präsident Horst Lüders. Die ehemalige beligische Nationalspielerin (55 Länderspiele) wechselte in der besargten Saison im zarten Alter von 17 Jahren an die Elbe, damals hieß der Volleyballverein noch TV Fischbek und spielte in der dritten Liga. Mit Verwilt-Jungclaus landeten die sportliche Verantwortlichen einen echten Volltreffer, die abwehrstarke Offensiv-Spielerin entwickelte sich schnell zur Leistungsträgerin und gehörte unteranderem zur Zweitliga-Aufsteiger-Mannschaft von 1990. Die inzwischen dreifache Mutter, die insgesamt 22 Jahre für den Hamburger Volleyball-Verein auflief, stand wie keine Zweite für im Profi-Geschäft schon fast verloren gegangene Werte wie "Identifikation" und "Vereinstreue". Bei den Fans genoss sie hohe Sympathiewerte und wurde schnell zum Publikumsliebling.

Nun, fünf Jahre nach dem Abschied von Verwilt-Jungclaus, steht mit Vandesteene die nächste Belgierin bereit. Und die Offiziellen des VTA hätten wohl nichts dagegen, wenn diese die erfolgreiche Beziehung zwischen Aurubis und belgischen Spielerinnen fortführen würde. Headcoach Jean-Pierre Staelens zeigte sich am Mittwoch jedenfalls froh und erklärte, welche Qualitäten die Neuverpflichtung mitbringt: "Sie verfügt aufgrund ihrer Einsätze in der belgischen Nationalmannschaft über internationale Erfahrung. Ich habe Els als eine sehr disziplinierte und hart arbeitende Sportlerin wahrgenommen. Sie ist eine komplette Spielerin, die in unsere neue Mannschaft passen wird." Besonders die vom Trainer angesprochene internationale Erfahrung (70 Länderspiele) soll die 184 cm große Vandesteene beim künftigen Europapokal-Teilnehmer Aurubis einbringen.

Außerdem erreichte die Außenangreiferin mit Gent in der letzten Spielzeit das Halbfinale im Challenge Cup. Mit ihrem neuen Verein möchte sie am liebsten ähnliche Erfolge feiern. Ob sie sich aber wie ihre Vorgängerin zum unvergesslichen Publikumsliebling aufschwingen kann, muss sich erst noch zeigen. Ihre Vorgesetzten hätten wohl nichts dagegen. (pw)