111203aurubis11Neugraben - Trainer Jean-Pierre Staelens lief am Samstagabend die eine oder andere Schweißperle über die Stirn. Die Damen des VT Aurubis Hamburg hatten es in der heimischen CU-Arena ganz besonders

spannend gemacht. Gegen den Köpenicker SC aus Berlin benötigte seine Mannschaft zwei Sätze um in die Partie zu finden. Anschließend retteten sich die Volleyball-Spielerinnen in den Tie-Break, ehe sie den 3:2 Sieg (24:26,29:25,25:22,25:23,16:14) schnürten und so den Fans das dritte Adventwochenende versüßten.

Auf so viel Nervenkitzel und Spannung hätte Staelens gerne verzichtet. Doch der Niederländische Headcoach zeigte sich nach der Partie entwaffnend ehrlich, indem er einen Teil der Schuld auf sich lud. Er habe es unter der Woche in den Trainingseinheiten wohl etwas übertrieben, so ließ er verlautbaren. Doch dies allein kann als Erklärung für den knappen Sieg nicht herhalten. Der Gast zeigte sich im Zuspiel variabel und schloss zahlreiche Angriffe konsequent ab.

Nachhaltig aufmerksam auf sich machte dabei Sandra Sell, die ihrem Team 30 Punkte besorgte und den VTA arg in Bedrängnis brachte. Auf Seiten der Hamburgerinnen wusste Julia Hero durch Nervenstärke und Übersicht zu glänzen. Die Außenangreiferin, die vor der Saison vom VCO Berlin an die Elbe wechselte, wehrte zwei Matchbälle ab und verhinderte schließlich schlimmeres.

Doch lange Zeit zum Durchschnaufen bleibt Verantwortlichen und Spielerinnen nicht, bereits am heutigen Montag müssen die Damen im DVV-Pokalviertelfinale beim Schweriner SC antreten. Vor zwei Wochen fand das Nord-Derby in der CU-Arena statt, damals musste sich der VTA mit 2:3 geschlagen geben. Doch diesmal wollen die Damen Revanche nehmen und natürlich das Ticket für das sportlich lukrative Halbfinale lösen.  (pw)