110512aurubis Neuwiedenthal - Mit einem 3:1 Sieg gegen den Dresdner SC gelang den Damen des VT Aurubis ein halbwegs versöhnlicher Saisonabschluss. Der Erfolg über den Meister der Normalrunde bildete zumindest ein kleines "Trostpflaster" auf eine insgesamt enttäuschte Spielzeit, die mit dem achten Tabellenplatz endete.

Der Saisonabschluss war jedoch der Startschuss für einen personellen Umbruch, den die Verantwortlichen nun einleiten wollen und müssen. Trainer Jean Pierre Staelens genießt die zwei Wochen Pause, bis sich das Team noch mal trifft, in seiner Heimatstadt Roden, zwischen Eindhoven und Arnheim.

Doch wirklich Ruhe, um die Füße hoch zu legen hat der Niederländer nicht, denn auch wenn er nicht in Hamburg weilt, gilt es am Kader für die nächste Spielzeit zu basteln. "Ich verbringe viel Zeit damit, Videos zu studieren." Staelens erhofft sich die ein oder andere Spielerin zu entdecken. Er sagt aber auch: "Die Grundstruktur ist vorhanden, nun suchen wir noch für ein oder zwei Positionen." Namen, die auf der Einkaufsliste stehen will er natürlich nicht nennen, "denn in den meisten Ländern wird noch gespielt, da wäre es nicht schlau die Namen preis zu geben", hält er sich bedeckt.

Auf der Seite der Abgänge stehen bereits Simone Legerstee, Danubia Costa Caldara, Lynne Beattie, Karmen Kocar und Therese Caterine McNatt. Alle Spielerinnen wurden vor einer Woche mit warmen Worten und Blumen verabschiedet. Der Abschied von Lynne Beattie, die erst im Winter verpflichtet wurde kommt etwas überraschend, hat aber seine Gründe. "Lynne wollte eine Einsatzgarantie für die nächste Saison, die konnte ich ihr nicht geben", so Staelens. Die Schottin nimmt 2012 bei den Olympischen Sommerspielen in London teil und braucht Spielpraxis.

Resse McNatt verlässt den VTA, weil in Zukunft die Weltklassespielerin Kim Staelens, Tochter des Trainers, die Position bekleiden wird. Offen ist noch, ob Kathy Radzuweit bleiben darf, Manager Horst Lüders und Staelens befinden sich noch in Gesprächen. Eine Entscheidung wird nächste Woche Freitag erwartet.

So oder so:  Bis zum 8. August, wenn sich bis auf die Nationalspielerinnen alle in Neugraben einfinden werden, warten noch spannende Entscheidungen. (pw)