110425aurubisvsaachen2Neuwiedenthal - Die Luft in der Süderelbe-Arena brannte förmlich, dass Lieblingsgetränk am Ostermontag war kaltes Wasser. Doch die unaustehliche Hitzewelle war nicht der einzige Umstand der Trainer Jean-Pierre Staelens nach dem

3:1 (25:16,21:25,25:15,25:21) dazu veranlasste kräftig durchzuschnaufen.

Da waren zum Beispiel 80 angereiste Anhänger des Gegners Alemannia Aachen, die Deutschlandweit als die lautesten der Liga gelten. Im gelb-schwarzen Block ließen es die Fans krachen, das Stimmungsbarometer schlug zugunsten der Gäste bis weit in den roten Bereich. Dafür blieben aber die Punkte in Hamburg - ganz zur Freude des Niederländischen Coaches. "Aachen ist auswärts bärenstark, die haben den Tabellenzweiten Vilsbiburg geschlagen. Das waren zwei ganz wichtige Zähler heute."

Der Weg dorthin war jedoch steinig. In den ersten Minuten lag der VTA mit 3:8 hinten, die Spielerinnen wirkten nervös. Staelens zog die taktische Auszeit, um dem Gegner den Rythmus zu nehmen und seine Damen noch mal einzuschwören. "In dieser Phase der Partie wollten wir zu viel, da haben wir die Energie an der falschen Stelle verbraucht." Voller Energie präsentierten sich in der Folge Eva Michalski und Lynne Beattie, die mit ihren wuchtigen Schmetterbällen für einen 25:16 Sieg sorgten. In den zweiten Satz mischten sich mit zwei drei starken Blockbällen, schwache Aufschläge. Die Fehler nutzte die Alemannia gnadenlos aus, nach 25 Minuten blitzte ein 25:21 für Aachen über die Anzeigetafel.

Spektakuläre Ballpassagen und sensationelle Spielzüge bekamen die Zuschauer dann im vierten und entscheidenden Satz  serviert. Es war ein dramatischer Schlussakkord der mit einem 25:21 einen glanzvollen Heimauftritt am Ostermontag krönte.

Der Coach des VTA war nach dem Sieg gedanklich schon bei den nächsten Aufgaben, verständlich schließlich möchte er in der kommenden Trainingswoche den Grundstein für ein erfolgreiches Saisonfinish legen. "Wir wollen in den nächsten Tagen im Training noch mal richtig Gas geben, wir können uns noch verbessern - in allen Bereichen", sagt Staelens. Im besten Fall steht nach den letzten beiden Saisonspielen der fünfte Platz zubuche, dass weiss auch Staelens. Allerdings müsste dafür die Konkurrenz aus Suhl und Wiesbaden "Federn" lassen. Die Damen aus Suhl aber haben ihre Hausaufgaben am Montag mit einem souveränen 3:0 gegen Sonthofen souverän erledigt.

Dennoch die Hoffnung stirbt zuletzt - auch in Neuwiedenthal. Erst müssen die Damen zum Allgäu Team Sonthofen, eine Woche später kommt es vor heimischen Publikum zum Kracher gegen Dresden. "Mit Dresden haben wir noch eine Rechnung offen, die noch beglichen werden muss", schießt Staelens schon mal einen Warnschuss Richtung Osten. Im Hinspiel sind die Damen mit 3:0 unter die Räder gekommen... (pw)

 

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