110213süderelbevsbu4 Neugraben- Am Opferberg waren wieder die typischen Pokal-Tugenden gefragt. Und so bedienten sich die Verantwortlichen des FC Süderelbe vor dem Oddsett-Pokal-Spiel gegen den Oberligisten Barmbek-Uhlenhorst, der üblichen Phrasen, die

man gerne herunterbetet, wenn der "Kleine" gegen den "Großen" antritt.

Manager Matthias Nehls meinte: "Wenn wir bestehen wollen, müssen wir kämpfen, kämpfen, kämpfen." Trainer "Jonny" Richter haute in die gleiche Kerbe. "Wir müssen viel arbeiten und lange das 0:0 halten. Dann schauen wir was geht." Gekämpft haben Sie, lange 0:0 stand es auch. Der Einzug in die nächste Runde blieb Ihnen trotzdem verwehrt. Denn der Favorit Barmbek-Uhlenhorst gab sich keine Blöße und konnte die Überlegenheit in der letzten Viertelstunde in Tore ummünzen.

Am Ende musste Süderelbe, die zuvor Hamm United aus dem Pokal gekegelt hatten, alle Sensationsträume begraben. Welchen Stellenwert beide Teams dem Pokal beimessen, dass war deutlich zu sehen. Allerdings war die Partie fahrig, sowohl der FCS, als auch BU mussten bei -1 Grad erstmal auf Betriebstemperatur kommen.

Sebastian Möller-Riepe zirkelte in der 21. Minute einen Freistoß auf den Kasten von FCS-Keeper Jobmann, der den Ball über das Tor lenkte. Außer dem Freistoß und einem Schuss von Eugen Helmel, hatte der Favorit keinerlei Großchancen vorzuweisen. In der zweiten Hälfte schnürte BU die Hausherren tief in die eigene Hälfte ein, Süderelbe gelang (fast) keine Entlastung. Richter sagt: "In dieser Phase war der Druck von BU groß, wir haben zu wenig in die Offensive investiert."

Richtig laut wurde es in der 61. Minute, als Jobmann einen Schuss aus fünf Metern parierte und so den Rückstand verhinderte. Von seinem Trainer erhielt er für diesen Panther-Satz das Prädikat "Weltklasse". Das Gegentor in der 73. Minute folgte dennoch. "Danach haben wir dann aufgemacht und sind Risiko gegangen. Das 0:2 spielte dann auch keine große Rolle mehr."

Natürlich, dass musste auch Richter eingestehen, "haben wir auf die Sensation gehofft". Insbesondere in der zweiten Hälfte wurde aber der Klassenunterschied deutlich. "Man hat dann schon gemerkt, dass da noch mehr Qualität hintersteckt." Wirklich Trübsal wurde aber nicht geblasen, nach dem gemeinsamen Essen zog es die ganze Mannschaft auf den Kiez. "Wir feiern natürlich nicht die Niederlage, aber wir haben uns gut vekauft und der Mannschaftsabend war schon vorher geplant", so Richter. Der graue Liga-Alltag wartet auf den FCS, "da kommen die wichtigen Spiele, da müssen wir Punkte sammeln." Das Pokal-Aus ist also schnell abgehakt, eine Erfahrung gegen den "Großen" aus Barmbek war es allemal. (pw)

Hier ein paar Impressionen vom Pokal-Spiel:

 

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