Harburg – Eine gute und eine schlechte Nachricht für die Fans der Channel Racer. Zunächst die gute: Das Harburger Slotracing-Team

hat beim neunten Lauf der RCCO Meisterschaft im Rahmen der Rallycross-Weltmeisterschaft auf dem Estering in Buxtehude richtig zugeschlagen: Team-Junior Luca Müller gewann mit seinem McLaren P1 GT3 das Finale auf der längsten Digital-Rennstrecke (Maßstab 1:24) der Welt überlegen vor Eldert Hedden mit einem Bentley Continental GT3 und seinem Vater Robert Müller, Technikchef der Channel Racer. Teamchef Andreas Göhring hatte sich grippegeschwächt bis ins Halbfinale gequält und war auf dem besten Weg, sich ebenfalls fürs Finale zu qualifizieren, als ihn ein defekter Steuerungschip stoppte. Am Ende blieb ihm Platz neun. Göhring: „Das war in diesem Jahr mit Abstand unser bestes Teamergebnis.“

Und nun die schlechte Nachricht: Die Channel Racer, die 2015 sensationell die „24 Stunden von Hamburg“ im TuTech-Gebäude an der Harburger Schloßstraße gewonnen hatten, werden ihren Titel in diesem Jahr nicht verteidigen können. Der Grund: Das Rennen ist aufs Frühjahr 2017 verlegt worden. „Leider steht uns diese tolle Location diesmal nicht zum gewohnten Termin Anfang November zur Verfügung“, sagt Thomas Voigt, Organisator der RCCO Rennserie. TuTech-Geschäftsführer Martin Mahn hatte absagen müssen, weil das Gebäude für den Innovationscampus for Green Technologies umgebaut wird. Mahn hatte aber gleich Kontakt zu Christoph Birkel vom hit Technopark aufgenommen. Dieser hatte sich auch sofort bereit erklärt, seine Räume für das 24-Stunden-Rennen in Bostelbek zur Verfügung zu stellen.

Wenig später kam auch noch eine Zusage von Arne Weber, Chef der Baufirma HC Hagemann. „Ich bin total begeistert, was für großartige Netzwerke im Channel aktiviert werden können“, sagt Andreas Göhring von den Channel Racers,

Göhring will das 24-Stunden-Rennen unbedingt in der Innovationsregion Harburg halten, weil 2017 für die RCCO Rennserie Großes geplant wird. Noch stärker als bisher werden Automobilwerke, aber auch Zulieferer  und andere Unternehmen aus Schlüsselindustrien in die Serie einsteigen. Unter dem Motto #VisionRCCO 2017 werden dann nur noch Rennfahrzeuge am Start sein, die von den Designabteilungen der Werke als Zukunftsvisionen für die Elektromobilität  entwickelt werden. Gleichzeitig sollen aber auch selbstfahrende Renner dabei sein, deren Karosserien kurz vor dem Start aus dem 3D-Drucker gezogen werden und die mit Hilfe von Mini-Inboard-Kameras Live-Mitfahrgelegenheiten anbieten.

Zunächst sollen sechs Teams aus ganz Deutschland die Meisterschaft bestreiten, darunter auch die Channel Racer aus Harburg, später soll das Teilnehmerfeld ausgebaut werden, spätestens 2020 soll es sogar eine Weltmeisterschaft geben!

Da es aber Verzögerungen bei der Produktion der visionären Karosserien gibt, haben sich Thomas Voigt und  sein Team kurzerhand entschieden, die „24 Stunden von Hamburg 2016“ abzusagen und auf das Frühjahr zu verschieben. Die Location steht noch nicht fest. Göhring: „Es wird aber  garantiert wieder ein 24-Stunden-Rennen in Harburg geben. So eine innovative Serie passt einfach in den Channel.“ bb