100502FussballNeugraben- Die Spiele gegen direkte Konkurrenten werden im Fussballjargon gerne als "Sechspunktespiele" bezeichnet, da man in diesen spannenden und engen Duellen den Gegner etwas "abschütteln" kann. Ein solches Spiel erlebten

am Sonntagmittag die "Kicker" des FC Süderelbe, welche sich mit einem 3:1 Sieg gegen den Tabellenfünfzehnten Nienstedten ewtas Luft im Abstiegskampf verschaffen konnten. Nun trennen die Neugrabener vier Punkte auf einen Abstiegsplatz. In dem Wissen das "Sechspunktespiele" letztendlich auch nur drei Punkte bringen, zeigte sich Süderelbe- Trainer Lothar Dittmer zufrieden, aber nicht überschwenglich. "Ich habe gesagt, dass sind jetzt die entscheidenden Wochen, in denen wir alles gewinnen oder verlieren können." Top oder Flop also. Das Spiel gegen den SC Nienstedten war Top, denn es begann mit einem Paukenschlag. Bereits nach einer Minute bekamen die Zuschauer das 1:0 geliefert. Eine verunglückten Schuss in den Strafraum von Daniel Schröder lenkte ein gegnerischer Verteidiger mit der Brust in das Tor. Vom frühen Gegentreffer waren die Gäste aber nicht iritiert und versuchten in das Spiel zu finden. Süderelbe zog sich weiter zurück und operierte mit langen Bällen nach vorne. In der 15. Minute spielte Julian Scheibner einen Pass auf den startenden Hakan Menges, die anschließende Hereingabe konnte Jonas Lancker aber nicht mit einem Tor krönen. Kurze Zeit später kam auch Nienstedten zu einer ersten Torchance, den Schuss parierte Keeper Michail Butt. Mitte der ersten Halbzeit verloren die Hausherren etwas die Linie, es mangelte an Tempo und Genauigkeit. In der 43. Minute dann der erste Schrecken für Süderelbe, als sich Marius Thams auswechseln lassen musste. Grund hierfür waren Schmerzen im Hüft- und Oberschenkelbereich, die jedoch haben einen Hintergrund. "Vor einiger Zeit wurde festgestellt, dass meine Beine unterschiedlich lang sind, seit dem habe ich Probleme", so der Routinier weiter. Der Verlust von Thams, der ein Führungsspieler in den Reihen der Neugrabener ist, brachte Verunsicherung in die Mannschaft, dass sah auch Dittmer so: "Da haben wir kurz unsere Grundordnung verloren." Kurz vor dem Halbzeitpfiff tauchte plötzlich Davis Mc Cash allein vor Gäste-Keeper Kadir Katran auf, der den Kopfball aber abwehren konnte und so einen erneuten Rückstand verhinderte. Diesen gab es dann aber in der 59. Minute, als Daniel Schröder die gegnerische Abwehr "alt" aussehen ließ und den Joker Emmanuel Stöver in Szene setzte. Dieser bewies mit dem 2:0 Nervenstärke und "Coolness". Das zweite Tor brachte Süderelbe Sicherheit, sie bestimmten den Rythmus. Erst in der 85. Minute gab es nochmal Aufregung, als der Schiedsrichter einen Elfmeter für Nienstedten gab, der den Anschlusstreffer brachte. Einige vermuteten nun eine  Zitterpartie und eine hektische Schlussphase. Diese Befürchtungen wurden aber ein paar Minuten später mit dem 3:1 durch Schröder beiseite geräumt. Nun muss Süderelbe nächsten Dienstag gegen Lieth nachlegen, dann hat man es gegen Kellerkind VFL 93 in eigener Hand den Klassenerhalt klar zu machen. (pw)