151116SiegerHarburg – In einem der spannendsten Langstreckenrennen für Slotracer haben sich die Lokalmatadoren durchgesetzt. Die channel racer aus Harburg gewannen die

„24 Stunden Hamburg“ in der TuTech-Arena hauchdünn mit einem Vorsprung von nur fünf Runden vor den Top-Favoriten, dem Team Audi TV Racing. Auch das Joest-Team Bentley lag nach mehr als 5000 Runden auf der 60 Meter langen, voll digitalisierten Slotfire-Rennstrecke nur 26 Runden zurück.

Das Rennen begann spektakulär: Schon in der Einführungsrunde vor dem fliegenden Start überschlug sich der Polo WRC des Vorjahressiegers „Volkswagen-Motorsport – Das Kartell“ und sorgte im Team für große Aufregung. Nach mehreren Führungswechseln in der ersten halben Stunde ging dann channel racer Michael Niemas mit dem von ihm aufgebauten McLaren MP1 an die Spitze. Dort behauptete sich das Harburger Team bis nach Mitternacht, und dann bliesen die Favoriten Audi und Bentley zur Jagd.
Als die Sonne aufging, führte Audi vor Bentley und McLaren. Die Entscheidung fiel durch ein taktischen Schachzug der channel racer. Als Frank Wilke, Robert Müller und Luca Müller ihre im Reglement vorgeschriebene Mindestfahrzeit für jeden Fahrer von fünf Stunden absolviert hatten, ergriff Niemas den Regler und gab ihn nicht mehr aus der Hand. Statt der üblichen Ein-Stunden-Stints fuhr er mehr als drei Stunden durch, fuhr dabei die schnellsten Runden und fiel selten aus der Bahn.

So eroberte Niemas die Führung für McLaren zurück, damit war das Rennen aber noch nicht gewonnen. Bei Audi war jetzt Frank Biela, der das „große“ 24-Stunden-Rennen von Le Mans schon fünfmal gewonnen hat, am Drücker. Und bei Bentley sollte die Slotracing-Legende Björn „Skottie“  Skottke das Autos an die Spitze beamen. Doch Niemas hielt dem Druck stand.

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Die Channel Racer mit Team-Chef Andreas Göhring. Foto: pr

„Das war extrem spannend“, sagt Andreas Göhring, Teamchef der channel racer. Nach fünf Siegen bei diesem Rennen hat er 2015 auf einen Start verzichtet, um sich voll auf die Vorbereitung zu konzentrieren. „Was Michael Niemas da geleistet hat, war wirklich überirdisch. Ich weiß aus Erfahrung, wie anstrengend es ist, auch nur eine Stunde am Drücker zu stehen, vor allem nachts.“

Am meisten freut sich Göhring, dass ein Team aus Harburg gewonnen hat: „Das war echte Harburger Teamwork.“ So seien die channel racer von Jochen Winand („Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden), Gitte Lansmann (Think about/Stadtmarketing), Saskia Hollatz (channel hamburg) und auch von harburg-aktuell.de unterstützt worden. ag

Veröffentlicht 16. November 2015