100413GruenWeissVsHammSinstorf-  Grün- Weiss Harburg hat in dieser Saison schon weitaus schönere Momente erlebt, als in den letzten zehn Tagen, da sind sich wohl alle einig. Zunächst musste man die Tabellenführung an den SV Wilhelmsburg abtreten, ehe die Harburger sich am Dienstagabend gegen den Landesligisten Hamm United aus dem Oddset- Pokal verabschiedeten. Der "Große" aus Hamm, gab sich im Viertelfinale gegen den "Kleinen" Grün- Weiss keine Blöße, so dass die erhoffte Sensation aus blieb. Ausergewöhnlich entäuscht über die Niederlage und das Ausscheiden aber  war der Trainer Sven Siebert nicht, "schließlich sei man ja nicht als Favorit in die Partie gegangen". Vielmehr verwies er "auf das Personal der Gäste und die individuelle, fussballerische Klasse." Diese versuchte der Gast direkt zu demonstrieren und legte los wie die Feuerwehr. Die erste sehenswerte Torchance hatte der Gästekapitän Sebastian Müller, dessen Schuss nur knapp am langen Pfosten vorbei ging. Danach stand Uniteds Stürmer Haxhiajdini Betim im Strafraum kerzengerade in der Luft, konnte den anschließenden Kopfball aber nicht platzieren. Erstmals eng wurde es in der 20. Minute, als Sidney Marschall alleine vor Grün Weiss Torwart Malte Zeyns auftauchte, dieser die brenzlige Situation mit einem guten Reflex aber entschärfen konnte. In dieser Phase der Partie musste Grün- Weiss viel Defensivarbeit verrichten, nach vorne ging wenig. In der 33. Minute schien dann auch Zeyns "geschlagen", nur mit vereinten Kräften konnte Heimmannschaft den Rückstand verhindern. Diesen gab es nur wenige Minuten später, als Hüseyin Ayik mit einem Lupfer zum 1:0 traf. Doppelt Bitter: Zuerst vertendelten die Harburger den Ball im Vorwärtsgang, ehe die Defensive am Versuch scheiterte Abseits zu spielen. Eine Kopie des ersten Tores gab es noch vor der Pause, als Hamms Karimi zum 2:0 traf. "Ärgerlich empfand Sven Siebert die Gegentore, "so haben wir Hamm natürlich in die Karten gespielt." In der zweiten Halbzeit war zunächst wenig akktraktives geboten, Grün- Weiss versuchte sich trotzdem noch mal aufzubäumen. Das 3:0 folgte dennoch, erneut durch Sidney Marschall, der den Ball aus kurzer Distanz in das Tor "nagelte". Das letzte Tor des Tages fiel in der 76. Minute durch Serdar Yilmaz. Das einzig Positive am Pokalaus brachte Siebert auf den Punkt:  "Jetzt können wir uns wenigstens auf die Liga konentrieren."  (pw)