151030Otto3Heimfeld „Wir Schützen sind Feuer und Flamme für Olympische und Paralympische Spiele 2024 in Hamburg“, sagt Dr. Enno Stöver. Deswegen war es auch eine

große Sache, dass Olympia-Botschafter Alexander Otto zur Präsentationsvisite ins Privathotel Lindtner kam, um die neuste Variante der Pläne für die Spiele in der Hansestadt zu präsentieren und zusammen mit Dr. Michael Green, Olympiateilnehmer 1996 und Vizepräsident Sport im Deutschen Hockeybund für Olympia zu werben. Für beide war es ein „Heimspiel“. „Es war ein guter und sehr authentischer Vortrag“, sagte Bernd Meyer, von der Sparkasse Harburg-Buxtehude im Anschluss. Otto hatte noch einmal die Planungen für die Zeit während der Spiele und den anschließenden Rückbau zu einem Wohnquartier gezeigt und erklärt, warum in den 11,2 Milliarden Euro Kosten auch viele Projekte, vor allem Infrastrukturmaßnahmen, drin sind, die Hamburg auch ohne die Olympischen Spiele in Zukunft tragen muss.


151030Otto2
Die Pärsentation im Privathotel Lindtner. Fotos: zv

Das Harburg „ehrlicherweise nicht ganz im Fokus der Wettkämpfe steht“, sagte Otto auch. Allerdings dürften gerade durch Strukturmaßnahmen die Menschen im Bezirks Harburg viel von Olympia haben. Neue, zeitgemäße Verkehrsführung wird für Entlastung von heute hoch belasteten Straßen sorgen. Harburgs Bahnhof und der angrenzende S-Bahnhof dürften ein umfangreiches Sanierungsprogramm bekommen. Aber auch viele Sportanlagen von Vereinen und Schulen sollen als Trainingsstätten für Olympia fit gemacht werden. In einer ersten Planung sind der Sportplatz Cuxhavener Straße (Leichtathletik), die Schule Maretstraße (Takewondo), die Schule Süderelbe (Volleyball), die Schule Kerschensteinerstraße (Volleyball), die CU Arena (Volleyball) und der TG Heimfeld (Hockey) genannt. „Es ist ein erstes Konzept“, sagte dazu Otto. „Es kann sich noch ändern.“

151030Otto4
Die Präsentation beim HNT.

Dieselbe Präsentation hatte Otto vor seinem Auftritt im großen Festsaal im Lindtner, der mit der neuen Lichtanlage in den olympischen Farben erstrahlte, bereits beim HNT gezeigt und auch dort viel Zustimmung bekommen. „Zu solchen Veranstaltungen kommen die ohnehin Interessierten“, merkte Thorsten Römer, Geschäftsführer der Stiftung Helms-Museum, an. „Man muss sich überlegen, wie man mehr an die Menschen herankommt, die noch unentschlossen sind.“ Das sieht auch Otto ähnlich. „Zu unseren Veranstaltungen kommen überwiegend Befürworter. Bei Veranstaltungen der Olympiagegner sind es deren Klientel.“ Vergebliche Mühe seien die Präsentationen dennoch nicht. Otto sieht den zusätzlichen Input, den er den Olympia-Befürworter gibt, als gut angelegtes Wissen. Sie sind die Multiplikatoren, die ein aktuelles Thema in ihrem Umfeld mit viel Feuer und Flamme vertreten. zv

151030Otto1
Alexander Otto und Dr. Michael Green im Lindtner.

Veröffentlicht 30.Oktober 2015