150527DatenRatgeber - Die Hansestadt Hamburg ist dank ihren wissenschaftlichen Einrichtungen die Heimat unzähliger großer Unternehmen aus allen nur erdenklichen

Technologiespaten. Die Risikoprävention in Sachen Datenverlust sollte sich hier eigentlich von selbst verstehen. In diesem und im vergangenen Jahr zeichneten sich jedoch vermehrte Datenverluste bei modernen Serversystemen mit RAID und NAS als Negativtrend ab. Doch welche wirksamen Mittel gibt es überhaupt dagegen?

Eine Studie des EMC Data Protection Index ergab, dass Datenverluste deutsche Unternehmen jährlich rund 33,6 Milliarden Euro kosten. Diese Summe entspricht fast einem Prozent des Bruttoinlandsproduktes der Bundesrepublik Deutschland. Immer mehr Daten werden auf speziellen Servern und sonstigen Speichern abgelegt und die Datenverlustrate stieg in den letzten drei Jahren um 400 Prozent an. Viele Unternehmen legen ihre Projekt- und Kundendaten auf externen Speichermedien ab und verwalten selbige in etwa so wie anno dazumal die Aktenordner. Aber auch Festplatten können beim täglichen Umgang Schaden nehmen.

Gehen Festplatten kaputt, sind die Datensätze mitunter noch nicht verloren. Spezialisierte Dienstleister können die betroffene Festplatte reparieren und/oder die darauf enthaltenen Daten wiederherstellen. Wenn die Daten jedoch aufgrund eines größeren Ausfalls, eines Serverabsturzes oder eines Hacker-Angriffes verschwinden, ist die Sache meist ein wenig komplizierter. Neben der Nutzung weitestgehend absturzsicherer Systeme und verlässlicher Hardware gibt es eigentlich nur ein einziges wirklich wirksames Mittel gegen den Datenverlust: Backups!

Backups als Mittel gegen den Datenverlust

Am 31. März wurde der World Backup Day 2015 gefeiert. Dieser Tag soll daran erinnern, wie wichtig es ist, seine Daten zu effektiv sichern. Da moderne Serversysteme den Firmen vorgaukeln, 100-prozentig sicher zu sein, werden Backups bei uns in Deutschland (und eigentlich überall auf der Welt) allerdings sträflich vernachlässigt. Bei der Art des Backups greift man dem Ergebnis der oben erwähnten Studie zufolge am häufigsten zu externe Festplatten. Den Cloud-basierten Sicherheitskopien scheint man generell (noch) nicht wirklich zu trauen. Lediglich 16 Prozent der befragten Unternehmen nutzte diese Backup-Variante.

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