150408StudiumRatgeber - Das klassische Bachelor-Studium wird in der Regel nach dem Abitur aufgenommen und pflastert jungen Menschen den Weg zum Traumjob. Doch auch für

Berufstätige, die sich weiterbilden oder umorientieren möchten, gibt es Wege, den akademischen Grad zu erlangen. Voraussetzung für den Abschluss ist hier vor allem eines: Selbstdisziplin.

Lernen im Home Office: Fernstudium als Weiterbildungsmaßnahme
Viele Unternehmen bieten ihren Arbeitnehmern Weiterbildungsmaßnahmen in Form von Seminaren oder Intensivkursen an. Doch viele Berufstätige entwickeln im Laufe ihres Werdegangs den Wunsch, ihre Qualifikation in Form eines Studienabschlusses auszubauen. Die Lösung: Ein individuelles Fernstudium, das im Gegensatz zum Präsenzstudium nicht mit der Anwesenheit an einer Universität oder Fachhochschule verbunden ist. Wer ein solches Studium in Hamburg abschließen möchte, findet an verschiedenen Berufsakademien und Hochschulen zahlreiche Studiengänge, die in flexibler Zeiteinteilung von zu Hause aus absolviert werden können. Der Vorteil: Gelernt und gelesen wird, wann es einem passt – nur Prüfungen in Form von Klausuren oder Online-Tests sind in einem festen Zeitraum vorgegeben.

Der längere Weg: Teilzeitstudium
Obgleich ein Fernstudium für viele die bequemere Variante ist, kann ein belastender Stress im Job und das Familienleben das Vorhaben zu einer anstrengenden Herausforderung machen. Die flexiblen Lernzeiten erfordern ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Zeitmanagement, was viele letztlich dazu veranlasst, das Studium vorzeitig abzubrechen. Trotzdem muss man auf den akademischen Abschluss nicht unbedingt verzichten, denn lässt es der Job zu, kann man sich an einigen Universitäten für ein Teilzeitstudium bewerben. Der Unterschied zu einem herkömmlichen Präsenzstudium besteht darin, dass die Regelstudienzeit verlängert und dem Absolventen in spe somit die Möglichkeit geboten wird, Lern- und Arbeitszeiten in ein realisierbares Verhältnis zu setzen.

Studieren ohne Abitur
Auf dem Weg zum akademischen Grad muss man viele Hürden in Form von Bewerbungen, Eignungstests, Referaten und Klausuren überwinden. Noch komplizierter wird es, wenn man keine schulische Hochschulzugangsberechtigung wie das Abitur hat. Zunächst einmal ist es Voraussetzung, eine abgeschlossene Ausbildung und mehrere Jahre Berufserfahrung vorweisen zu können. Doch erweist sich die schriftliche Bewerbung als erfolgreich, ist das Verfahren längst nicht zu Ende: Oft folgen Einstellungsgespräche und Eignungstests sowie die Prüfung, ob der favorisierte Studiengang zur beruflichen Qualifikation des Bewerbers passt. Auch die Bewältigung eines Probestudiums kann als Bedingung gelten, um letztlich an der Hochschule aufgenommen zu werden. dl

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