Uhrwerk

Ratgeber - Die Baselworld ist alljährlich das wichtigste Treffen der Uhrenbranche: Hier versammeln sich die großen Namen der Luxusuhrenwelt,

von Patek Philippe über Rolex und Omega bis zu japanischen Marken wie Seiko. Auch deutsche Manufakturen stellten vom 22. bis zum 27 März ihre wichtigsten Neuheiten aus: Darunter ist auch ein neues Modell aus der "Hamburg"-Linie von Bruno Söhnle, das dem hanseatischen Understatement ein Denkmal setzt. Unser Artikel gibt einen Einblick in drei Neuheiten unterschiedlicher Preisklassen.

Bruno Söhnle: Hamburg Automatik Gangreserve

Die Glashütter Uhrenfirma Bruno Söhnle präsentierte in Basel den neuesten Zuwachs der erfolgreichen Linie "Hamburg", die sich durch klassisch-hanseatische Eleganz und nordisches Understatement auszeichnet: Mit der neuen Hamburg Automatik Gangreserve lanciert Bruno Söhnle ab Herbst 2018 einen 43 Millimeter messenden und ebenso praktischen wie eleganten Zeitmesser. Der Clou ist eine zweifarbige, balkenförmige Anzeige der Gangreserve. Eine zweifarbige Scheibe hinter dem Ziffernblatt visualisiert die verbleibende Kraft des Federhauses. Damit hat man immer im Blick, wann das Uhrwerk wieder aufgezogen werden muss. Ein Mineralglasboden gewährt zudem einen Blick auf das Automatikkaliber BS509G. Kostenpunkt: 2.450 Euro.

Seiko SLA025: Neuauflage eines in Sammlerkreisen bis heute beliebten Taucheruhrenklassikers

Die japanische Uhrenmarke Seiko ist in Taucherkreisen seit Jahrzehnten beliebt: Vor genau 50 Jahren setzte die Marke mit der legendären Referenz 6159-7001 einen Meilenstein der Sportuhrengeschichte: Uhrenblogger feiern das bis 300 Meter wasserdichte Schmuckstück als die im Jahr 1968 "wohl am besten gefertigte Taucheruhr" am Markt. Auf einschlägigen Online-Marktplätzen finden sich heutzutage zahlreiche weitere Taucheruhren von Seiko, deren Verlässlichkeit in Fachkreisen nach wie vor unbestritten ist. Mit der SLA025 huldigt die Marke zum 50. Jubiläum ihrer bahnbrechenden Referenz 6159-7001: Dabei kommen Gehäuse und Ziffernblatt der Neuauflage dem Original extrem nah. Allerdings verpassten die Japaner ihrem Modell eine Vergrößerung auf zeitgemäße 44,8 Millimeter, was die Uhr zwar an schmalen Handgelenken mächtiger erscheinen lässt, jedoch zugleich für eine noch bessere Ablesbarkeit im Einsatz sorgt. Zudem wurde statt Mineralglas kratzfestes Saphirglas verbaut. Zu bekommen ist die SLA025 mit originalgetreuem Silikonarmband in einer limitierten Auflage von lediglich 1.500 Stück für jeweils etwa 5.500 Euro.

Patek Philippe Referenz 5531R: Nobel-Zeitmesser mit Minutenrepetition und Weltzeitfunktion

Besonders hohe Handwerkskunst beweist einmal mehr die Schweizer Edelmanufaktur Patek Philippe. Mit der Referenz 5531R werden gleich zwei bei Kennern beliebte Komplikationen - also Zusatzfunktionen, die über die einfache Zeitanzeige hinausgehen - kombiniert: die für Vielreisende interessante Weltzeitfunktion und die sogenannte Minutenrepetition. Bei letzterer Komplikation handelt es sich um ein in das Uhrwerk integriertes mechanisches Läutwerk, das akustisch die Zeit angibt. Das Besondere an dieser Referenz 5531R ist ein Mikrorotor des Automatikkalibers R 27 HU. Dieser ermöglicht es, dass sich die Minutenrepetition nicht nach der festgelegten Heimatzeit, sondern nach der Zeit der Reisedestination richtet - das alles läuft im roségoldenen Gehäuse selbstverständlich gänzlich mechanisch und ohne das Zutun von elektrischer Energie ab. Solche Handwerkskunst kostet allerdings ihren Preis: So müssen Interessenten etwa 500.000 Euro für die 42 Millimeter messende Nobeluhr einplanen.