Ratgeber - Waren es bis dato private Anleger, die mit den institutionellen ihre Kräfte maßen, ist es neuerdings vor allen Dingen der mobile Handel, der dem stationären das Feld streitig macht.

Zu Handy oder Tablet greift, wer immer und überall auf Kursbewegungen reagieren möchte, auf die gewohnte, selbsterklärende Handelsoberfläche nicht verzichten muss, mit einer sicheren SSL-Verbindung rechnen darf und auf Depotbestand, Orderbuch und börslichen wie außerbörslichen Handel zugreifen kann. Ein Mädchen für alles ist die Trading App gleichwohl beileibe nicht. Aktien, Optionen, CFDs und Devisen schreien neben dem Social Trading nach einer maßgeschneiderten Anwendung für mobile Endgeräte.  

 

Koexistenz von software- und browserbasierter Lösung

In Bankkreisen sucht man Noa Strijbos vergeblich. Mit dem professionellen Fondsmanagement hat die gebürtige Holländerin nichts am Hut. Dennoch gilt sie als Börsenstar. Tätigt sie bequem übers Smartphone Investments, während sie ihren Hund ausführt, hat sie die Aufmerksamkeit von knapp 5.000 Menschen, die es ihr gleichtun und ihre Investments kopieren. Neuen Apps und Websites à la ZuluTrade, ayondo & Co sei Dank.
Softwarebasierte Apps, die bei Online-Brokern zum Download zur Verfügung stehen, müssen es beileibe nicht sein. Für den mobilen Handel optimierte Websites einschlägiger Handelsplattformen erfüllen dito ihren Zweck. Mit dem Aufruf der Website übers Smartphone und der Eingabe der persönlichen Zugangsdaten kann der Wertpapier- und Devisenhandel beginnen. Für gewöhnlich steht die web- oder browserbasierte Lösung der softwarebasierten App zum Download in nichts nach, im Gegenteil. Wer nicht gerade über ein iOS- oder Android-Gerät verfügt, ist auf die browserbasierte Lösung gezwungenermaßen angewiesen. Eine Besonderheit ist die Hybrid-App, eine native App, die gleich herkömmlichen Apps auf mobilen Endgeräten gute Dienste leistet, gleichzeitig aber auch die Nutzung webbasierter Inhalte erlaubt.

 

Betriebssystem ohne Belang für die Qualität

Die Annahme, dass die beste Trading App Android Mobilgeräte bieten, rührt vermutlich von der starken Marktpräsenz her. Während iOS mit einem Minus von 0,6 % lediglich noch auf 43 % Marktanteil kommt, sind die 53 % von Android einem Plus von 4,9 % geschuldet. Fakt ist des ungeachtet, dass das Betriebssystem für die Qualität der App unerheblich ist, wie die Trading Apps der weltweiten Nr. 1 im CFD-Handel belegen. So garantiert die App für Android-Smartphones und -Tablets den schnellen und verlässlichen Handel durch die direkte Eröffnung eines Handelskontos und eine sichere 256-bit SSL-Verschlüsselungstechnologie. Sie ermöglicht neben der Individualisierung der Watchlist die Trendanalyse mithilfe technischer Indikatoren und der „Pinch to Zoom“- wie „Swipe to Scroll“-Funktion und bürgt für die Kontrolle durch Stop- und Limit-Orders sowie Preisalarme. Analoges gilt für die im App Store erhältliche iOS-Version der Trading App. Sie ist kompatibel mit iPhone, iPad und iPod touch, erfordert iOS 8.0 oder neuer und erlaubt den ungenierten Zugriff auf Echtzeitkurse, intuitive Charts und aktuelle Reuters News.

 

Handelsform entscheidend für die Wahl

  • Aktienhandel

Bei einer durchschnittlichen Dauer der Kapitalveranlagung von 5 Jahren bedarf es für gewöhnlich nicht der Mobilität einer Trading App. Daytrader indes begrüßen das Angebot von Marktgrößen wie onvista, maxblue und LYNX Broker, deren Mobile Apps die in sie gesetzten Erwartungen nicht enttäuschen.

  • CFD- und Devisenhandel

CFD-Broker wie IG, QTrade oder Markets.com sind sich der Bedeutung ihrer Apps bewusst. Im Unterschied zum Aktienhandel ist speziell im CFD-Handel, aber auch im Devisenhandel die Mobilität der Trader ein gewichtiges Argument, sich für oder wider einen Broker zu entscheiden. Auch wenn sich die technischen Möglichkeiten der mobilen Anwendung nicht mit jenen des stationären Betriebs vergleichen lassen, wollen Trader die Möglichkeit nicht missen, rasch auf aktuelle Tagesereignisse und Marktveränderungen reagieren zu können. Die Trading App ist für sie deshalb ein unverzichtbares Inventar.

  • Binäre Optionen

Sie locken mit hohen Renditen innerhalb kürzester Zeit. Ihr einfaches Handelsprinzip überzeugt nicht nur Börsendebütanten sonder Zahl. Wie keine zweite Handelsform eignen sich binäre Optionen für den mobilen Handel, nachdem wenige Einstellungen zur Eröffnung einer Position genügen. Im Verein mit einer angemessenen Chartanalyse sind die Trading Apps für binäre Optionen, wie sie 24option, anyoption oder Markets.com anbieten, zweifelsohne mehr als nur willkommenes Beiwerk.   

  • Social Trading

Erfahrenen Tradern über die Schulter zu schauen, sich mit ihnen im Chatroom auszutauschen oder gleich ihre Trades eins zu eins zu übernehmen gehört zum Wesen des Social Tradings. Die Apps, die eToro, ZuluTrade und ayondo anbieten, genügen diesen Ansprüchen.

 

Mit Bux spielerisch das Interesse wecken

Früh übt sich, was ein Meister werden will. Diese abgedroschene Redensart wird beim Holländer Nick Bortot großgeschrieben. Seine Fintech-App „Bux“ soll jungen Menschen den Einstieg in den Finanzmarkt schmackhaft machen. Ein ehrgeiziges Ziel, bedenkt man, dass nur 11 % der 22- bis 25-Jährigen über ein Wertpapierdepot verfügen, während 86 % ein Girokonto und immerhin 50 % ein Festgeld- oder Sparkonto haben. Offenbar geht die Rechnung aber auf, nachdem von den 700.000 Usern mittlerweile 50.000 mit Echtgeld handeln. Bortos Erfolgsgeheimnis ist schlicht und einfach der spielerische Zugang zum Thema. Deshalb startet jeder Neuling mit Spielgeld (FunBux) und gleicht die App weniger einer herkömmlichen Trading App als vielmehr einer Mischung aus Snapchat, Dubsmash und WhatsApp. Bux steht sowohl für Android als auch für iOS kostenlos zur Verfügung.