Ratgeber – Fahranfänger stehen, gerade erst den Führerschein in der Tasche, beim eigenverantwortlichen Start in den motorisierten Verkehr stets

vor einer Herausforderung. Einige Raser unter ihnen sorgen sogar für negative Schlagzeilen – gefährden sich und andere im Straßenverkehr. Damit riskieren sie nicht nur hohe Strafen, sondern auch Menschenleben. Wir geben Sicherheitstipps und verraten Spartricks bei der Wahl des Autos und der Versicherung. So gelingt der Start für frischgebackene Autofahrer garantiert!

Vorsicht ist das oberste Gebot

Wie es nicht geht, hat ein Raser erst kürzlich wieder in Hamburg gezeigt: Ein 25-jähriger Fahranfänger raste mit 190 km/h über die Bergedorfer Straße, wo nur 80 Stundenkilometer erlaubt sind. Da sich der Raser noch in der Probezeit befand, drohen ihm jetzt noch höhere Strafen: Neben einer Geldstrafe von 1.200 Euro erwarten ihn ein Fahrverbot für drei Monate und zwei Punkte in Flensburg.

Wer in der Probezeit solche schwerwiegenden Verstöße begeht, muss zudem mit weiteren Konsequenzen rechnen: Aufbauseminare und eine Verlängerung der Probezeit um weitere zwei Jahre sind die Folge. Das alles kann man sich leicht ersparen, wenn man so sicher fährt, wie man es in der Fahrschule gelernt hat, und sich an die geltenden Verkehrsregeln hält. Neben Rasern haben auch Fahranfänger, die alkoholisiert oder unter dem Einfluss von Drogen fahren, mit diesen Konsequenzen zu rechnen. Wichtig: Für Fahranfänger gilt in der Probezeit ein absolutes Alkoholverbot von 0,0 Promille. Weitere Informationen dazu, hat der ADAC hier zusammengestellt.

Welches Auto und welche Versicherung?

Bei der Wahl des Autos ist in erster Linie auf Sicherheit anstatt auf Pferdestärken zu achten. Doch auch eine alte Rostlaube fällt für Kay Schulte vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) raus: "Das erhöht das Unfallrisiko", erklärt er der "Zeit". Stattdessen sind Jahreswagen oder kleine Neuwagen mit modernen Sicherheitsfeatures vorzuziehen: Dazu zählen in erster Linie ein Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) sowie Front- und Seitenairbags. Fahranfängern rät der ADAC zudem zu einer Motorisierung von maximal 100 PS, da Klein- und Mittelklassewagen leichter zu handhaben sind.

Da ein Autokauf auch eine Frage des Geldbeutels ist, lohnt es sich zudem, auf die Typklasse eines Wagens zu achten: Niedrige Typklassen sind bei der Versicherung günstiger. Die Typklasse wird jährlich für jedes Automodell anhand der Schaden- und Unfallhäufigkeit aller Fahrzeuge dieses Typs im Vorjahr ermittelt.

Mit der Wahl des Autos und dessen Typklasse ist auch die Wahl des Versicherungsschutzes eng verbunden: Dieser Artikel von CosmosDirekt erklärt, dass Fahranfänger zwar "sehr hohe Beiträge für die Kfz-Versicherung" zahlen, aber durch die "Zweitwagenregelung" finanziell profitieren können: In diesem Fall kann das Fahrzeug auf den Namen eines Elternteils versichert werden. Nach einigen schadenfreien Jahren, kann es auf den Fahranfänger übertragen werden, wenn dieser später ein eigenes Auto anmeldet. Ohne diese Prozente werden Fahranfänger in die teuerste Schadenfreiheitsklasse 0 eingestuft.