Ratgeber - Die Hansestadt Hamburg wächst und wächst. Im Bezirk Harburg zeigen sich beispielhaft die Auswirkungen der Urbanisierung: Der Bezirk

will pro Jahr den Bau von 800 Wohnungen genehmigen (wir berichteten). Doch trotz des angekündigten Neubauvorhabens bleibt der Wohnungsmarkt in Hamburg angespannt. Dieser Artikel erklärt all denjenigen, die einen Umzug in die Hansestadt planen, wie die Wohnungssuche trotzdem gelingt – und wie der Umzug möglichst entspannt vonstattengeht.

Wohnungssuche frühzeitig beginnen

Ende 2015 lebten in Hamburg laut Statistikamt Nord 24.617 Menschen mehr als im Jahr zuvor. Die Zahlen deuten es bereits an: Der Zuzug in die Hansestadt ist hoch, der Wohnungsneubau hinkt trotz aller politischen Bestrebungen hinterher. Wer weiß, dass ein Umzug bevorsteht, sollte sich deshalb so früh wie möglich auf Wohnungssuche begeben. Dafür schadet es auch nicht, einmal eine Woche vor Ort zu sein, um die verschiedenen Stadtbezirke zu erkunden und Hausverwaltungen bzw. Wohnungsbaugesellschaften persönlich zu kontaktieren. Steht man hingegen erst einmal unter Zeitdruck, rückt die Traumwohnung in Innenstadtlage meist in weite Ferne – Kompromisse sind dann die Regel. Die meisten Vermieter sind bemüht, längeren Leerstand zu vermeiden: Je schneller sie einen Nachmieter für eine freistehende Wohnung finden, desto besser. Daher sollte man bereits zur Besichtigung alle üblicherweise notwendigen Unterlagen (Schufa-Auskunft, Gehaltsnachweise, Mietschuldenfreiheitsbescheinigung etc.) mitbringen, um sich einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern zu verschaffen.

Übergangszeit verkürzen, Umzugstag vorbereiten

Hat man schließlich die perfekte Wohnung gefunden, steht die Planung des eigentlichen Umzugs an. Damit man nicht in die Situation gerät, monatelang für zwei Wohnungen Miete zu zahlen, sollte man den alten Mietvertrag so frühzeitig wie möglich kündigen. Tatsächlich gestaltet sich das in der Praxis schwierig: Niemand will ohne Dach über dem Kopf sein, weil der Auszugstermin ansteht, aber noch keine neue Wohnung in Sicht ist. Die in der Regel dreimonatige Kündigungsfrist sollte man bei der Wohnungssuche allerdings immer berücksichtigen und gegebenenfalls Mehrkosten für die Übergangszeit einkalkulieren. Den Umzugstag sollte man so frühzeitig und so sorgfältig wie möglich planen – zumal ein Umzug nach Hamburg auch bedeutet, dass man nicht mal eben in die alte Wohnung zurückfahren kann, weil der eine Schrank doch nicht mehr in den Transporter passte. Bei der Planung hilft eine detaillierte To-Do-Liste – Vorlagen gibt es im Internet –, sofern man nicht gleich ein professionelles Umzugsunternehmen beauftragt. Der Vorteil: Die Profis wissen, wie ein Umzug zu organisieren ist, sie haben garantiert genügend Umzugskisten dabei und sie gehen mit dem Mobiliar achtsam um. Für den Umzug nach Hamburg kann man beispielsweise bei Movinga online die Kosten berechnen und die benötigten Leistungen ordern. Wer den Umzug lieber in Eigenregie organisieren möchte, sollte sich im Freundes- und Bekanntenkreis frühzeitig nach tüchtigen Helfern umschauen und fairerweise für Kost und Logis sorgen – dementsprechend sollte man auch überschlagen, ob die vermeintliche Sparvariante tatsächlich eine ist.

Organisatorisches nach der Ankunft in Hamburg

Wie überall in Deutschland muss man sich auch in Hamburg innerhalb von 14 Tagen nach Einzug bei der zuständigen Behörde anmelden. Der Termin lässt sich in Hamburg bequem online buchen. Alle Informationen zum Procedere rund um einen Zuzug sind auf der Seite der Stadt Hamburg zu finden. Krankenkasse, Versicherungen und Bank sollte man die neue Adresse ebenfalls zeitnah mitteilen sowie bei der Post einen Nachsendeauftrag einrichten. Dann bekommt man die Post von der alten Adresse nachgeschickt. Alle Informationen zum Nachsendeservice der Post gibt es hier.