Ratgeber – Wer mit seinem Unternehmen Erfolg haben will, muss sich von der Konkurrenz abheben und im World Wide Web Präsenz zeigen. Leicht im Netz gefunden zu werden, ist selbst ein Muss, wenn die Firma nicht

im E-Commerce-Segment tätig ist. Dabei ist die Internetadresse eines Unternehmens gleichzeitig seine digitale Visitenkarte.

Er gehört zu mir wie mein Name an der Tür

Der Domainname ist der Teil der Website-Adresse, den der Internetuser in die Adressleiste seines Browsers eingibt, um auf die entsprechende Homepage zu gelangen. Ein gut gewählter, d. h. klangvoller und prägnanter Webseitenname sichert eine einfache Auffindbarkeit der Firmenpräsenz über die Suchmaschine und verhilft so zu mehr Besuchern und potentiellen Kunden.

Neue TLDs sorgen für mehr Vielfalt im Netz

Neben dem eigentlichen Namen, der nach dem "www" folgt, haben Firmen auch mit den Domainendungen weitere Variationsmöglichkeiten, um ihre Webseitenadresse zu gestalten. Die sogenannten neuen Top-Level-Domains (nTLDs) werden seit 2013 schrittweise eingeführt. Die Internetverwaltung ICANN reagierte mit den neuen TLDs auf den akuten Mangel an kurzen und sinnvollen verfügbaren Webadressen. Sowohl die generischen Endungen wie .com als auch die länderspezifischen wie .de sind so beliebt, dass viele Webseitengründer Probleme haben, eine vernünftige freie Buchstabenkombination zu finden. Besonders für Firmen sind die neuen TLDs eine gute Gelegenheit, um den Internetusern bereits auf den ersten Blick anzudeuten, worum es auf der Website geht. So können seit dem 22. Juni 2016 alle Unternehmen die aussagekräftige GmbH-Domain bei Registraren wie 1&1 registrieren. Voraussetzung ist, dass das betreffende Unternehmen als eine Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung im Handelsregister eingetragen ist. Neben .gmbh sind solche TLDs wie .shop, .immo oder .consulting gute Möglichkeiten, mit denen Firmen ihren Webseiten einen selbsterklärenden Namen geben können.

Gefährliche und ungefährliche Domainnamen

Nicht jeder kann jeden beliebigen Domainnamen registrieren. Wer z. B. einen markenrechtlich geschützten Begriff wählt, muss mit einer Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung rechnen. Mit den folgenden sieben goldenen Domainregeln können Webseitenbetreiber einen juristischen Streit verhindern:

  • keine Marken, keine Namen von Unternehmen
  • keine Namen von Prominenten
  • keine Titel von Zeitschriften, Filmen, Software
  • keine Städtenamen und Kfz-Kennzeichen
  • keine Bezeichnungen von staatlichen Einrichtungen
  • keine Tippfehler-Domains
  • Handel nur mit "ungefährlichen" Domains

Als "ungefährlich" gelten Kombinationen aus eigenem Vor- und Nachnamen, der Name des eigenen Unternehmens, beschreibende Begriffe wie "lesenswert.de" oder auch frei erfundene Fantasienamen. Bei den Letzteren sollte man unbedingt darauf achten, dass sie nicht bereits als Marke geschützt sind.

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