Ratgeber - Im Sommer wird das Autofahren zwar nicht durch Eis und Schnee erschwert, aber es lauern andere Gefahren. Leider geschieht es immer wieder,

dass Eltern ihre Kinder im geparkten Auto sitzen lassen. Ein schwerer Fehler, denn im geschlossenen Auto können sich enorme Temperaturen entwickeln. Schon ab 20 Grad Außentemperatur droht einem Kind die Überhitzung und Dehydrierung im Inneren des Autos, wenn keine Klimaanlage eingeschaltet ist. Deshalb ist mehr Achtsamkeit unerlässlich. Lebenswichtig für ein Kind ist auch, dass Passanten aufmerksam bleiben. Wenn man ein Kleinkind bei geschlossenen Fenstern allein im Auto sitzen sieht, sollte man versuchen, möglichst zügig den Fahrer ausfindig zu machen. Ist das nicht möglich, kann auch die Polizei alarmiert werden. Auf diese Weise konnten in Landshut und in Freimann diesen Sommer bereits zwei Kleinkinder aus Pkws gerettet werden. Wachsamkeit im Straßenverkehr ist auch in anderen Situationen Pflicht für jede Bürgerin und jeden Bürger. Dazu gehört in Notfällen das Leisten von Erster Hilfe. Nicht zu helfen, kann als unterlassene Hilfeleistung geahndet werden. In jedem Pkw muss sich zu Erste-Hilfe-Zwecken ein Verbandskasten befinden. Stellt die Polizei bei einer Kontrolle fest, dass man keinen mitführt, ist ein Bußgeld von fünf Euro fällig. Wer bemerkt, dass der Kasten unvollständig ist, kann fehlende Bestandteile in einer Apotheke nachkaufen oder online bestellen, zum Beispiel bei Juvalis. Was alles in einen Verbandskasten gehört, hat der ADAC hier aufgelistet. Achtung: Auch Verbandskästen haben ein Verfallsdatum, zumindest wenn sie nach 1989 hergestellt wurden, klärt der ADAC auf. Ist dieses erreicht, müssen sämtliche Bestandteile ausgetauscht werden. Um stärker für Sicherheit im Straßenverkehr zu mobilisieren, hat der Landkreis Harburg erneut zur Teilnahme am Schutzengel-Programm aufgerufen. Dieses wendet sich an Teenager zwischen 16 und 18 Jahren. Sie erhalten eine Teilnahmekarte, mit der sie auch Vergünstigungen bekommen können, beispielsweise bei "Anruf Sammeltaxi"-Unternehmen, aber auch bei Einkauf und Freizeit. "Schutzengel" achten darauf, dass ihre Freunde nicht betrunken Auto fahren oder rasen. Bettina Bergmann-Noeres bestätigt, dass das Projekt den gewünschten Erfolg hat: "In den Regionen, in denen ‚Schutzengel' aktiv sind, sinken die Unfallzahlen der jungen Leute beachtlich", so die Ansprechpartnerin der Initiative.

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Veröffentlicht 21. Juni 2016