Ratgeber - Vom 13. bis 17. Juni 2016 fand in San Francisco die Worldwide Developers Conference 2016 (WWDC) statt. Apple startete gleich am Montag mit einer Keynote und präsentierte die Neuerungen für die hauseigenen

Betriebssysteme – allen voran für die Mobilvariante iOS, die ab Herbst in die Version 10 wechselt und dadurch unter der Oberfläche viele kleine Updates und Verbesserungen erhält. Das Ziel von Konzernchef Tim Cook: die Attraktivität des iPhones erhöhen und die rückläufigen Verkäufe wieder steigern. Denn trotz Rekordgewinn stagnierten zuletzt die Verkaufszahlen des Smartphone-Flaggschiffs. Das Schwächeln des iPhones trifft Apple empfindlich, schließlich macht das Gerät 70 Prozent des Kerngeschäfts aus.

Verkäufe ankurbeln

Das Potenzial von iPhone und iPad ist noch längst nicht ausgeschöpft, schließlich besitzen noch immer knapp 60 Prozent der Nutzer ältere Modelle. Diesen Kunden möchte Cook nun den Wechsel zu einem der aktuellen Modelle schmackhaft machen – die deswegen mit deutlich mehr Funktionen ausgestattet sind. Das IT-Unternehmen erhofft sich davon mehr Verkäufe in den Apple Stores und über Anbieter wie Cyberport. Apple setzt zudem auf einen Mitnahmeeffekt: Auch die anderen Apple-Produkte MacBook, Apple TV und Apple Watch sollen sich wieder besser verkaufen. Das neue iOS 10 bringt zwar keine grundlegenden Veränderungen, aber eine Verbesserung und Erweiterung vieler vorhandener Funktionen. Beispielsweise wurde der Lockscreen überarbeitet, sodass das iPhone künftig automatisch aufwacht, sobald es angehoben wird. Der Foto-App wurde eine Gesichts- und Objekterkennung spendiert. Auch Sprachassistentin Siri bekommt ein Update. Bald werden sogar externe Entwickler ihre Apps mit Siri verbinden können, sodass diese per Sprachsteuerung bedient werden kann.

Apple gibt Altgeräte auf

Das Update der Apple-Mobilgeräte geht allerdings nicht ohne Opfer vonstatten. Viele ältere iPad-Modelle erhalten kein Update auf iOS 10 – lediglich ältere iPhone-Modelle werden unterstützt. Zu den nicht unterstützten iPads gehören das iPad 1, iPad 2, iPad 3 und das erste iPad Mini. Das bedeutet letztlich, dass knapp 41 Prozent aller Apple-Tablets kein Update mehr bekommen – das sind rund 130 Millionen Geräte. Das Kritische daran sind nicht die fehlenden Funktionen, sondern die fehlenden Sicherheits-Updates: Die Geräte sind durch Hacker und Schadsoftware leichter angreifbar.

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