Ratgeber - Viel zu oft kann man am Ende des Monats kaum Geld zum Sparen beiseitelegen. Denn plötzlich muss noch die Nebenkostenrechnung bezahlt,

das Auto unerwartet in die Reparatur gebracht werden oder die Forderung zur Steuernachzahlung flattert in den Briefkasten. Um langfristig zu sparen und für unvorhergesehene Ausgaben gewappnet zu sein, kann es bereits helfen, Kleinigkeiten im Alltag zu ändern.

Haushaltsbuch führen

Der erste Schritt, wenn man langfristig und effizient sparen will, ist das Führen eines Haushaltsbuches, in dem man alle Einnahmen und Ausgaben festhält. Ob per App oder ganz klassisch mit Notizbuch und Stift: Die Kosten für Einkäufe hat man so bei Bedarf direkt im Überblick und erkennt schnell, an welcher Stelle man sparen könnte. Im Haushaltsbuch sollten neben den Einnahmen vor allem Ausgaben wie Fixkosten (Miete, Strom, Versicherungen), aber auch alle anderen laufenden Kosten wie bspw. die Handyrechnung oder Lebensmittelausgaben notiert werden. Nicht zu vergessen sind Kleinigkeiten wie der Kaffee-to-go oder die Packung Kaugummi. So wird am Ende des Monats deutlich, welche Ausgaben man hätte vermeiden können. Das kann zum Beispiel der morgendliche Besuch beim Bäcker sein oder die Gebühren für das Fitnessstudio, das man schon seit geraumer Zeit nicht mehr besucht. Verträge, die nicht rechtzeitig gekündigt werden, sind oft eine große Kostenfalle. Um den Überblick über alle Verträge zu behalten, gibt es Online-Anbieter wie beispielsweise volders.de, die via App rechtzeitig daran erinnern, wann Verträge auslaufen, und die Formulare zu Verfügung stellen, mit denen man unnötige Verträge kündigen kann. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit.

Das Mittagessen vorkochen

Wer selbst kocht, spart jede Menge Geld. Vor allem, wer für die Mittagspause auf Arbeit vorkocht, statt jeden Tag Essen zu gehen, lebt sparsamer. Zwar ist es bequemer, sich am Abend keine Gedanken machen zu müssen, was man am nächsten Tag auf Arbeit zu Mittag isst, aber auch deutlich teurer. Selbst wenn man nur 5 Euro täglich in der Lunchpause ausgibt, sind das schon 25 Euro in der Woche – das macht rund 1300 Euro im Jahr.

Kleinvieh macht auch Mist – bewusster shoppen

Die Jeans ist auf 10 Euro heruntergesetzt – da kann man kaum wiederstehen. Doch bevor man zugreift, sollte man sich fragen, ob im Kleiderschrank tatsächlich noch Platz für die nächste Bluejeans ist. Bei Kleidung sollte man lieber auf Qualität statt Quantität setzen. Niemand braucht 20 Hosen – einige wenige, die dafür hochwertig sind, reichen völlig aus. Natürlich kann man trotzdem noch auf Schnäppchenjagd gehen. Insbesondere, wer antizyklisch kauft, kann jede Menge Geld sparen. So findet man bereits im ausklingenden Sommer schon die Herbstmode in den Läden. Bikinis und kurze Hosen sind dann oft bereits reduziert und man selbst kann für die kommende Saison vorsorgen. Aussortierte Kleidung muss nicht direkt in den Müll. Sachen, die nicht mehr passen, aber noch in Ordnung sind, können auf dem Flohmarkt oder online auf Plattformen wie Kleiderkreisel verkauft werden.

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