Ratgeber - Der Sommer steht vor der Tür und damit auch die Jahreszeit, in der sich viele Eltern vermehrt Sorgen um ihre Kinder machen. Ob Unfälle am

Badesee, im Pool oder im heimischen Planschbecken – der Sommer birgt allerlei Gefahren, die in der kälteren Jahreszeit nicht vorhanden sind. Mit den folgenden Tipps wird aus dem Ausflug ans Wasser kein Reinfall. Unfälle zählen zu den häufigsten Todesursachen im Kindes- und Jugendalter. Dabei handelt es sich in erster Linie nicht um Verkehrsunfälle: Die meisten Unfälle passieren zu Hause, in der Freizeit sowie in der Schule oder im Kindergarten. Die Ursache dafür: Erst ab etwa vier Jahren kann ein Kind durch eigene Erfahrungen und die Hinweise von Erwachsenen ein Bewusstsein für Gefahren entwickeln.

Primäres Ertrinken

An heißen Sommertagen gibt es für Kinder bspw. nichts Schöneres, als sich im kühlen Nass der Badeseen oder an den Ufern der Alster auszutoben. Der Spaß ist jedoch häufig riskant – Unfälle in Seen oder an Flüssen sind dabei besonders häufig. Auch Pool, Gartenteich und sogar Planschbecken können zu tödlichen Fallen werden. Besonders die Kleinsten sollten daher niemals ohne Aufsicht im Wasser sein – laut diesem PDF-Dokument der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) ist Ertrinken bei Kleinkindern unter fünf Jahren die zweithäufigste Todesursache. Für die Eltern heißt das: Die Kinder im und am Wasser nie aus den Augen lassen und darauf achten, dass sie ihre Schwimmflügel und -bretter dabei haben. Aber auch Kinder, die bereits ihr Seepferdchen haben, sind noch schutzbedürftig.

Sekundäres Ertrinken

Denn auch Stunden nach dem eigentlichen Badeunfall kann ein Kind noch ertrinken – selbst, wenn es im hauseigenen Planschbecken gebadet und nur wenige Milliliter Wasser geschluckt hat. Je jünger die Kinder sind, desto weniger Wasser in der Lunge reicht aus, um Entzündungsreaktionen zu verursachen, die bis zum sogenannten "sekundären Ertrinken" führen können. Ein harmloser Freibadbesuch kann so im schlimmsten Fall noch bis zu 24 Stunden nach dem Schwimmen im Krankenhaus enden. Besonders gefährlich ist das "sekundäre Ertrinken" hinsichtlich Salzwasser: Durch das Salz wird dem umliegenden Gewebe in der Lunge Flüssigkeit entzogen. Gerade im Urlaub sollten Eltern daher für den Notfall ihre Kenntnisse aus dem Erste-Hilfe-Kurs auffrischen, um möglichst schnell eingreifen zu können.

Vorsichtsmaßnahmen für Eltern

Solche Fälle sind selten. Da Kinder an sich neugierig und voller Entdeckerlust sind, ist das Risiko aber nicht zu unterschätzen. Beginnt ein Kind bspw. nach einem Badeunfall auch im Trockenen wieder zu husten oder ungewöhnlich schnell zu atmen, sollten die Eltern sofort in die Notfallaufnahme fahren. Muss der Nachwuchs im Ernstfall über einen längeren Zeitraum in der Klinik behandelt werden, ist die Familie nicht nur mit einer emotionalen, sondern auch finanziellen Belastung konfrontiert. Neben der Krankenversicherung springt in diesem Fall zwar auch die gesetzliche Unfallversicherung ein. Diese bietet aber lediglich einen begrenzten Versicherungsschutz: Leistungen können nur dann in Anspruch genommen werden, wenn der Unfall etwa in der Schule oder im Kindergarten geschehen ist. Mit einer privaten Unfallversicherung von Versicherern wie CosmosDirekt können Eltern mit einer einzigen Police gleich die ganze Familie schützen – egal, ob der Unfall beim Schwimmen mit der Schulklasse oder mit den Eltern im Urlaub passiert ist. dl

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