Ratgeber - Hamburg hat sich in den vergangenen Jahren als Gaming-Metropole in Deutschland etabliert – besonders in puncto Mobile- und Browsergames.

Entwickler wie Goodgame Studios, InnoGames oder Bigpoint haben ihr Start-up-Dasein hinter sich gelassen und erwirtschaften mittlerweile Millionenbeträge. Vor kurzem verkündete beispielsweise InnoGames, dass das Unternehmen 2015 erstmals die Marke von 100 Millionen Euro Umsatz überschritten habe. Die Goodgame Studios erwirtschafteten bereits 2014 knapp 203 Millionen Euro und zählen zu einem der größten Hamburger Arbeitgeber im Gaming-Bereich. Auch der krisengeschüttelte Entwickler Bigpoint erwirtschaftete in den letzten offiziellen Zahlen noch über 93 Millionen Euro. Besonders bei Browser- und Mobile-Spielen sind die Hamburger Entwickler führend. Dabei handelt es sich um einen Markt mit enormem Potential, schließlich können solche Videogames von jedem gespielt werden, der über ein Smartphone, ein Tablet oder einen internetfähigen PC verfügt. Diese kann man entweder über entsprechende Portale spielen oder sich als App direkt auf sein Mobilgerät laden. Der Erfolg solcher Spiele basiert auch auf ihrem Geschäftsmodell – dem sogenannten Free-to-Play-Prinzip. Alle Games sind frei zugänglich und völlig kostenfrei spielbar. Meist sind nur wenige Klicks notwendig, um die Games installieren und spielen zu können. Geld verdienen die Entwickler erst durch den Ehrgeiz der Spieler. Diese können sich beispielsweise mit echtem Geld kleine Vorteile bzw. kosmetische Änderungen erwerben, um entweder schneller voranzukommen oder sich von der Masse an Spielern abzuheben. Die wichtigsten Einnahmequellen der Hamburger Studios sind Spiele wie "Goodgame Empire", "Forge of Empires" oder "DarkOrbit".

  • Goodgame Empire wurde bereits 2011 veröffentlicht, zählt allerdings immer noch zu einem der meistgespielten Games der Hamburger Goodgame Studios. Das Spiel hat weltweit mehr als 70 Millionen registrierte Spieler, ist in 25 Sprachen erhältlich und auf fast allen Betriebssystemen verfügbar. In dem Strategiespiel kontrolliert man ein Imperium aus der Vogelperspektive, errichtet mehrere Siedlungen und muss sich anschließend mit Gamern weltweit messen.
  • Ähnlich wie Goodgame Empire ist auch Forge of Empires ein Strategiespiel, in dem man sein eigenes Imperium errichtet. Allerdings werden die Kämpfe in Echtzeit ausgetragen und sind dadurch wesentlich dynamischer. Zudem führt das Spiel durch die verschiedenen Zeitalter der Geschichte, angefangen in der Steinzeit über die Gegenwart bis hin zur Zukunft. InnoGames hat Forge of Empires bereits 2012 veröffentlicht und seitdem stetig weiterentwickelt und um neue Inhalte erweitert. Das Spiel besitzt mittlerweile über 14 Millionen aktive Spieler und ist ebenfalls in 25 Sprachen erhältlich.
  • Der große Platzhirsch vom Entwickler Bigpoint ist DarkOrbit, das sich bereits seit 2006 auf dem Markt befindet. In DarkOrbit übernehmen die Spieler die Kontrolle über ein Raumschiff und müssen sich in verschiedenen Aufgaben mit der internationalen Spielerschaft messen. Dabei kann man bestimmte Ränge durchlaufen und Zugriff auf bessere Schiffe und Ausrüstung erhalten. Nach Angaben von Bigpoint sind weltweit über knapp 90 Millionen Spieler bei DarkOrbit registriert. dl

Veröffentlicht 16. April 2016

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