Ratgeber – Nicht nur der April macht, was er will. Das Wetter spielt bereits in den Monaten vorher verrückt und wechselt im Minutentakt zwischen Sonne, Schneeregen

und Hagel. Und auch die Temperaturen reichen von angenehm mild bis eisig kalt, sobald die Sonne von schwarzen Wolken vergrault wird. Damit man bei solchen Temperaturschwankungen richtig gekleidet ist, greift man auf den Zwiebellook zurück. Bereits seit Herbst letzten Jahres wird der Look auch in der Modewelt gefeiert. Und auch im Frühling/Sommer 2016 bleibt der Trend bestehen, baut aber vor allem in der Damenmode auf die 90er-Fashion auf.

Effektiv schichten

Neben dem modischem Aspekt ist der Zwiebellook vor allem zweckmäßig: Er wärmt und erlaubt es dank mehrerer Kleidungsschichten, sich an jede Temperaturänderung anzupassen. Eine ungünstige Kombination wären demzufolge beispielsweise Strumpfhosen unter der Jeans. Eher sollte man auf wärmende Stulpen über der Jeans zurückgreifen, die einfach abzustreifen sind, sollte es im Büro zu warm werden. Bei Oberteilen sollte außerdem darauf geachtet werden, dass die unteren Schichten nicht zu dick sind. Besser beginnt man mit leichten Kleidungsstücken und zieht warme Pullover oder Strickjacken darüber. Kleidung mit Knöpfen oder Reißverschlüssen sind perfekt für die oberste Schicht geeignet. Auch das Material spielt eine wichtige Rolle. Baumwolle eignet sich beispielsweise nicht für die untere Schicht, denn sollte man ins Schwitzen geraten, saugt sie den Schweiß auf. Lieber sollte man auf atmungsaktive Kleidung setzen.

90er Girlpower

Während der Trend der letzten Jahre in der Damenmode vor allem auf klare Formen und schlichte Farben setzte, werden in dieser Saison die 90er wieder aktuell. Kurze, luftige Kleider mit Spaghetti-Trägern werden ab Frühling wieder über T-Shirts und Longsleeves gezogen. Auf schrille Muster in grellen Farben wird jedoch verzichtet; stattdessen sind coole Basics in gedeckten Farben wie Grau, Schwarz und Weiß angesagt. Tipp: Entgegen der landläufigen Meinung lohnt es sich gerade bei Basic-Teilen, Qualität zu kaufen. Schließlich kann man sie mit fast allen Teilen kombinieren und dementsprechend häufig tragen – ein Grund, warum Online-Shops wie Van Graaf auf hochwertige Materialien setzen. Die perfekte Übergangsjacke im Frühling ist die 90er-Jeansjacke im Oversized-Look, da sie ausreichend Platz bietet, um den Zwiebel-Look umzusetzen. Auch das Flanellhemd kommt zurück, aber nicht getragen, sondern schlicht um die Hüften gebunden.

Kurz über lang

Auch in der Herrenmode ist der Zwiebellook spätestens seit letztem Winter angekommen. Aber für den Frühling haben sich die Designer wieder Neues ausgedacht. Die letzte Schicht, sei es eine Bomberjacke oder ein Jackett, wird nun in kurz getragen, sodass die Lagen darunter, also Hemden oder Pullover, hervorblitzen. Damit das Outfit mit diesem neuen Layering-Look nicht zu chaotisch wirkt, sollten die Lagen ähnliche Farben haben, sodass der Lagen-Look erst bei genauerem Hinsehen auffällt. Männer, die etwas wagen wollen, können ihren Zwiebellook durch gezielte Stilbrüche aufwerten. Eine Lederjacke kann zum Beispiel über einen Wollpullover gezogen werden, und wer sich traut, kombiniert Bomberjacke und Businessanzug.

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