160226AutosRatgeber - Der Automobilclub von Deutschland (AvD) hat seine Pannenstatistik für 2015 herausgegeben . Demnach sind Probleme mit der Elektrik sowie Defekte am Fahrwerk und am Motor die häufigsten Ursachen

für liegengebliebene Fahrzeuge auf deutschen Straßen. Mangelhafte Bereifung und falsche Betankung sind weitere Problembereiche.

Schäden am Motor

Zunächst bemängelt der AvD, dass viel zu wenige Autofahrer Öl und Kühlflüssigkeit prüfen, bevor sie längere Strecken fahren. In regelmäßigen Abständen muss der Autobesitzer aber das Motoröl kontrollieren und wechseln lassen, um Motorschäden vorzubeugen. Verdrecktes oder verschlissenes Öl führt nämlich dazu, dass Ölfilter und Kraftstofffilter verstopfen und das Fahrzeug liegenbleibt. Wie auf dieser Seite gut beschrieben dient der Kraftstofffilter zum Schutz vor Schmutzpartikeln im Treibstoff. Letzterer gelangt dank Filter ohne Verunreinigungen in den Motor. Wer die vom Hersteller angegebenen Intervalle des Ölwechsels nicht einhält, riskiert einen teuren Motorschaden. Im vergangenen Jahr entfielen 12 Prozent von 100.000 Einsätzen des AvD auf Motorschäden. 3,6 Prozent der Probleme waren dabei auf zu geringen Ölstand oder einen Kühlwasserverlust zurückzuführen. Pannen durch zu wenig Benzin im Tank sind übrigens laut der AvD-Statistik in den letzten Jahren zurückgegangen. Allerdings wurde festgestellt, dass mittlerweile mehr Autofahrer versehentlich den falschen Treibstoff tanken.

Mangelhafte Reifen

Ein zunehmendes Problem sieht der AvD in der Vernachlässigung der Reifen. 2015 waren 4 Prozent der Pannen durch defekte Reifen passiert. Autofahrer sollten regelmäßig kontrollieren, ob die Reifen in Ordnung sind und den vom Hersteller empfohlenen Luftdruck aufweisen. In der Regel soll der Reifendruck im Intervall von 2 Wochen überprüft werden. Auch der Fahrstil des Autofahrers ist entscheidend. Wer umsichtig fährt, kann Reifenschäden vermeiden. So sind zum Beispiel Schlaglöcher, wie auf der Hannoverschen Straße, ein große Gefahr für Reifen. Wer mit hohem Tempo durch zu tiefe Löcher fährt, riskiert gerissene Auspuffgummis, Karkassenschäden und kaputte Felgen. Viel zu häufig werden diese Defekte vom Autofahrer übersehen oder als kleinlicher Mangel empfunden. Wer mit solch einem Schaden jedoch weiterfährt, bleibt über kurz oder lang irgendwann stehen.

Probleme mit der Elektrik

Kaum verwunderlich ist es, dass die meisten Pannen aufgrund von Defekten an Software und Elektrik passieren. Moderne Autos werden mit immer komplexeren Technologien ausgestattet, die den Strombedarf von der Autobatterie enorm erhöhen. Häufigstes Problem für Pannen ist deshalb die einfache Batterie. Rund 20 Prozent der Autofahrer blieben wegen einer leeren Batterie liegen. Es ist ratsam, beim Kauf auf Markenmodelle zu achten. Vermeintliche Sonderangebote unbekannter Hersteller entpuppen sich allzu oft als Fehlkauf. Die meisten Billigbatterien geben bereits nach 4 Jahren auf. Aber auch Markenbatterien halten immer weniger lange. Schuld daran ist die lange Lagerzeit, in der sie meistens nicht nachgeladen werden und deshalb an Lebensdauer einbüßen. Wie alt eine Batterie ist, kann man am sogenannten Frischedatum ablesen, das auf dem Akku aufgedruckt ist. Um die Lebensdauer der Autobatterie zu verlängern, wird empfohlen, diese regelmäßig durch Fahren zu laden. Allerdings sind Kurzstrecken zum Supermarkt zu vermeiden, da sie den Strom der Batterie in Anspruch nehmen, aber nicht weit genug für eine Aufladung sind. Bildrechte: Flickr Car breakdown Andrij Bulba CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten