160128GoldRatgeber - In Zeiten erheblicher Börsenrisiken und geringer Kapitalmarktrenditen gewinnt die Geldanlage in Sachwerten zunehmend an Bedeutung. Dabei steht

das Immobilieninvestment ebenso im Vordergrund wie der Kauf von physischem Gold in Form von Barren oder Münzen. Geldanlagen in andere Sachwerte wie Sammlerbriefmarken und Münzen, Kunst, Antiquitäten und Oldtimer sind unter Renditeaspekten jedoch ebenso reizvoll. Hier sollte der Anleger allerdings selbst das notwendige Expertenwissen besitzen, um sich vor kostspieligen Fehlinvestments zu schützen.

Geldanlage in Gold und andere Edelmetalle

Viele Anleger interessieren sich für eine Geldanlage in Edelmetalle, wobei insbesondere dem Investment in Gold ein hoher Stellenwert zukommt. Die beliebteste Anlageform ist die Investition in physisches Gold wie Barren oder Münzen. Barrengold ist leicht über Banken, Scheideanstalten und freie Händler zu beziehen und in vielen Stückelungen erhältlich. Für Privatanleger gibt es Barren meist in Größenordnungen von bis zu 1.000 Gramm. Der Preis richtet sich nach dem börsentäglich neu publizierten Goldkurs, der sich hierzulande meist am so genannten Londoner Fixing orientiert. Barrengold ist geringfügig teurer als dies seinem Grammgewicht entspricht. Diese Handelsspanne wird umso höher, je kleiner das Gold gestückelt ist. Daher ist ein Minibarren von einem Gramm gewichtsbezogen erheblich teurer als ein Kilobarren.

 

Anleger können sich Barrengold als physisches Gold ausliefern lassen. Dies ist meist mit einem gewissen Kostenaufwand verbunden, da das Gold gesichert aufbewahrt und versichert werden sollte. Dadurch entstehen Zusatzkosten, denen kein Zinsertrag gegenübersteht. Eine Rendite ist somit nur zu erzielen, wenn es in der Besitzzeit zu Kurssteigerungen kommt. Die gleiche Problematik stellt sich bei Anlagemünzen in Gold. Zu den gefragtesten Anlagemünzen, deren Gewicht sich in Unzen (1 Unze = 31,1 gr. Feingold) bzw. einem Bruchteil hiervon bemisst, zählen insbesondere der südafrikanische Krügerrand, der American Eagle (USA), der kanadische Maple Leaf, der Australian Nugget, der österreichische Wiener Philharmoniker und der britische Souvereign. Auch hier gilt, dass kleiner gestückelte Münzen prozentual höhere Aufpreise mit sich bringen. Im Unterschied zu Anlagemünzen lassen sich auch mit seltenen und gut erhaltenen Sammlermünzen erhebliche Renditen erzielen, da deren Sammlerwert zumeist über dem Materialwert liegt.


Investment in Immobilien

Viele Anleger interessieren sich angesichts niedriger Immobilienzinsen und hoher Mieterträge auch für den Kauf einer Immobilie. Gern angeschafft werden Häuser und Wohnungen in bevorzugten Wohnlagen deutscher Metropolen wie Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt/Main, Stuttgart und München. Hinzu kommt das jeweilige Umland, z.B. das oberbayerische Seengebiet südlich von München, die Taunusregion südwestlich von Frankfurt/Main sowie Potsdam im Südwesten Berlins. Auch eine Immobilie in klassischen Universitätsstädten wie Münster, Heidelberg, Tübingen und Freiburg/Breisgau kann eine hohe Rendite erwirtschaften. Da sich der Immobilienmarkt stark an der Lage des Objekts orientiert, sollte ein Anleger selbst das zur Bewertung einer Immobilie erforderliche Fachwissen besitzen oder sich der Hilfe eines ortskundigen, neutralen Sachverständigen bedienen, der die zum Ankauf vorgesehene Immobilie zuverlässig und fair bewerten kann. Dadurch lassen sich kostspielige und renditemindernde Fehlinvestitionen vermeiden, die sonst oft schlicht dadurch entstehen, das eine Immobilie im „falschen“ Stadtteil oder in der „falschen“ Straße liegt.

 

Kauf von Oltimern, Kunst und Co.

Neben Edelmetall- und Immobilieninvestments wird in unsicheren Zeiten zunehmend auch die Geldanlage in Old- und Youngtimern sowie Kunst interessant. In beiden Fällen ist spezielles Expertenwissen von großer Wichtigkeit. So sollte man sich nicht unbedarft ein Schmuckstück zulegen, in der Hoffnung, dass dieses im Wert steigt. Denn gerade Klassiker der Fahrzeuggeschichte und hochwertige Werke der Kunstgeschichte sind oft mit einem hohen Anschaffungswert verbunden. Von einer Wertsteigerung ist dabei nicht in jedem Fall auszugehen. Denn diese wird maßgeblich durch Angebot und Nachfrage bestimmt und unterliegt in erster Linie dem persönlichen Geschmack des Erwerbers. dl

Veröffentlicht 28. JAnuar 2016

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