150824RockerGut Moor – Männer liegen am Großmoordamm knapp hinter der Landesgrenze auf dem Boden. Polizisten der Bereitschaftspolizei, teilweise mit Maschinenpistolen, stehen

um sie herum. Gleichzeitig stoppen Beamte des Mobilen Einsatzkommandos an der Winsener Straße einen Mercedes ML, schlagen auf die Frontscheibe und holen den Fahrer aus dem Fahrzeug. Es ist Erkan U. (36) Chef der Rockerbande Mongols.

Erst vor wenigen Wochen hatte die Polizei spektakulär seine Wohnung an der Hoheluftchaussee in Hamburg gestürmt. Mit einem Hubschrauber waren Elite-Polizisten auf dem Dach gelandet. Es geht wie damals um Waffen. Es wurde auch eine gefunden. Es handelt sich allerdings „nur“ um eine Kleinkaliberpistole. Sie, so die Polizei, hatte in einem Fahrzeug auf dem Hof am Großmoordamm gelegen. Im Wagen von Erkan U. wurde nichts gefunden. „Cops versuchen mich zu f.... Nr. 3“ kommentierte U. den Einsatz.

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Polizisten haben auf dem Hof mehrere Männer überwältigt.

Das Areal am Großmoordamm ist nach Erkenntnissen der Polizei das Clubheim der Rocker. Die Mongols sind berüchtigt. 1969 wurde der Club in Kalifornien von Vietnamveteranen mit Lateinamerikanischen Wurzeln gegründet, denen wegen ihrer Herkunft die Mitgliedschaft bei den Hells Angels verweigert wurde.

In Deutschland gibt es fünf Mongols Chapter. Hamburg ist das sogenannte „Mother Chapter“, das in 2014 gegründet wurde. In Bremen waren die Mongols bereits 2011 verboten worden weil der Zweck des Vereins nach Ansicht der zuständigen Behörden ausschließlich war, Straftaten zu begehen. zv