150820FW1Waltershof – Ein neues Fahrzeug der Feuerwehr macht den Elbtunnel sicherer. Seit heute ist das neue SLF-T, das steht für „Sonderlöschfahrzeug Tunnel“, an der Wache der

Tunnelfeuerwehr in Waltershof im Einsatz. Es ist eines von drei baugleichen Fahrzeugen. Die zweite SLF-T ist an der Wache am Nordende des Tunnel, das dritte als Übungs- und Ersatzfahrzeug in Osdorf stationiert.

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Schere und Spreizer in der Akku-Version. Foto: zv

Die Fahrzeuge sind nach den Bedürfnissen vor Ort gebaut und von der Feuerwehr Hamburg entwickelt worden. Clou ist ein Werfer an der Front des Fahrzeugs, der schon während der Anfahrt Wasser oder Schaum bis zu 70 Meter weit schleudern kann. Bei dichtem Qualm sehen die Einsatzkräfte im Fahrzeug durch eine Wärmebildkamera was vor ihnen passiert. Im Fahrzeug selbst sind drei Mann. Deshalb haben auch Fahrzeugführer und Beifahrer Atemschutzgeräte in den sitzen eingebaut, die sie während der Fahrt anlegen. Die Fahrzeug selbst ist 20 Zentimeter schmaler als normale Feuerwehrfahrzeuge, damit es im engen Tunnel möglichst gut durchkommt. Was Feuerwehrherzen höher schlagen lässt: Das schwere Gerät zum Befreien von eingeklemmten Verletzten wird nicht über Hydraulikschläuche, sondern über Akkus angetrieben.

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Der Werfer in Aktion. Foto: zv

Brände in Tunnel gelten immer als besonders gefährlich. Deshalb sind Fahrzeug und Gerät darauf ausgerichtet schnell und schnell einsatzbereit zu sein. Viel zu tun gibt es im Elbtunnel. Bis zu 10 Brände sind im Jahr zu bekämpfen. Insgesamt wird die Tunnelfeuerwehr, die bei Einsätzen immer von beiden Seiten in die betroffene Röhre fährt, über 500 Mal im Jahr alarmiert. dl

Veröffentlicht 20. August 2015