150427Granate2Neuland – Der Fund einer Flakgranate aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Montag für Behinderungen im Bereich Großmoordamm Höhe Stadtautobahn gesorgt. Arbeiter

hatten am Nachmittag die Granate auf der Baustelle für die zweite Flüchtlingsunterkunft in der Straße Lewenwerder entdeckt. Der Sprengmeister des Kampfmittelräumdienstes entschied, dass der Blindgänger vor Ort gesprengt werden muss. Grund ist ein sensibler Zeitzünder, mit dem die Granate bestückt war. Das Geschoss war vermutlich von der im Zweiten Weltkrieg im Bereich der Autobahnanschlussstelle Harburg befindlichen Flakstellung aus abgeschossen worden und war nicht wie vorgesehen in großer Höhe explodiert, sondern als Blidngänger zurück auf die Erde gefallen.

Für die Sprengung der Granate hoben die Kampfmittelräumer mit einem Bagger ein Loch aus, in dem die Granate gesprengt werden soll. Als gefährlichste Situation galt aber laut Sprengmeister Peter Bodes der Transport der Granate vom Fundort in das nur wenige Meter entfernte Loch, der in einer speziellen, explosionshemmenden Kiste durchgeführt wird. „Die Granate muss dazu bewegt werden. Das ist immer gefährlich“, so Bodes.

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Die Einsatzstelle. Am Sandhaufen liegt die Granate. Foto: zv

Für den Transport und die anschließende Sprengung legte der Sprengmeister einen Sicherheitsradius von 150 Metern fest. Dazu mussten umliegende Gebäude evakuiert und die Straßen gesperrt werden. Die Polizei zog dafür Bereitschaftspolizei zusammen. Auch die Stadtautobahn war von der Sperrung betroffen. Um Gegen 17.10 Uhr erfolgte die Sprengung, durch die die Granate zerstört wurde. Anschließend ging es für die Kampfmittelräumer zum Köhlfleetdamm. Dort war eine 150 Pfund schwere Bombe entdeckt worden, die entschärft werden musste. zv

Veröffentlicht 27. April 2015