150308Kutter1Harburg – Es hat nur wenige Minuten gedauert. Dann war die „Sassnitz“ gesunken. Im Harburger Binnenhafen ist am Sonntag der am Kanalplatz unterhalb der Klappbrücke

zwischen einem weitere Kutter und der Kaimauer vertäute Kutter untergegangen. Einsatzkräfte der Feuerwehr legten um das knapp aus dem Wasser ragende Schiff Ölschlängel aus. Am Montag mussten die Einsatzkräfte erneut ausrücken. Aus dem gesunkenen Kutter war über Nacht deutlich mehr Öl und Kraftstoff ausgetreten, als zunächst angenommen. Feuerwehrleute legten in einem größeren Bereich dickere Ölschlämngel aus. Die Umweltbehörde rückte an. Es wurde geprüft, ob der teilweise dickere Ölfilm abgesaugt werden muss. Unklar war am Montag auch, wann das Schiff gehoben wird. Erst vor etwa zwei Jahren, so hieß es im Hafen, hatten die Eigentumsverhältnisse gewechselt, nachdem der Besitzer gestorben war.

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Am Montag hatte sich ein Ölfilm am Kutter gebildet. Foto: zv

Die Wasserschutzpolizei ermittelt. Der Eigner vom Nachbarkutter, an dem die „Sassnitz“ vertäut war, hatte gemeldet, dass das Schiff untergegangen war. Die Ursache war zunächst unklar. Untersuchungen sollen jetzt klären, wodurch der Wassereinbruch in den bereits etwas betagten Kutter verursacht wurde. "Wir gehen davon aus, dass man erst nachdem der Kutter gehoben worden ist, auch die Ursache ders Wassereinbruchs genau feststellen kann", so ein Wasserschutzpolizist.

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Der gesunkene Kutter im Harburger Binnenhafen. Foto: zv

Erst vor rund vier Monaten war am Treidelweg der Kutter „Chap“ gesunken. Auch in dem Fall hatte es zunächst einen Feuerwehreinsatz gegeben, um ausgetretenes Öl einzuschlängeln. Danach war der Kutter von einer Privatfirma gehoben und leer gepumpt worden. zv
Veröffentlicht 8. März 2015