150101Feuer2Wilhelmsburg – Das neue Jahr war gerade mal vier Minuten alt, als die Feuerwehr zu ihrem ersten großen Einsatz gerufen wurde. An der Fährstraße Ecke Georg-Wilhelm-Straße

brannte der Dachstuhle eines viergeschossigen Altbaus., in dem zehn Wohnungen und im Erdgeschoss eine Kneipe sind. „Schon beim Eintreffen war klar, dass das dies ein größerer Brand ist. „Der Einsatzleiter erhöhte zügig auf 4. Alarm“, sagt Feuerwehrsprecher Thorsten Grams. Einsatzkräfte holten aus dem ersten Stock zwei ältere, gehbehinderte Bewohner. Unter den Feuerwehrleuten war auch ein Angehöriger der FF Wilhelmsburg, der dort wohnt. „Trotz der großen Betroffenheit ist er vor Ort geblieben und hat weiter an dem Einsatz teilgenommen“, so Grams. Mehrere Stunden dauerte es, bis die Flammen unter Kontrolle und die Glutnester in dem alten Gebälk abgelöscht waren. Verletzt wurde durch das Feuer niemand. Die Wohnungen in dem Haus waren aber zunächst unbewohnbar. Warum das Feuer ausbrach, stand zunächst nicht fest.

Der Einsatz in Wilhelmsburg war nicht nur im Süden Hamburgs, sondern in der gesamten Hansestadt der größte Einsatz. „Nachdem sich die erste Nachthälfte eher ruhig dargestellt hat, ging es für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg, direkt nach dem Jahreswechsel, umso mehr zu kehr“, sagt Grams. „Wie auch in den letzten Jahren kam es wieder zu vielen, 150101Pkwteilweise schwersten Verletzungen durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern und so genannten Polen Böller.“ Auch zu zahlreichen Balkonbränden musste die Feuerwehr ausrücken, bei denen Feuerwerkskörper auf den Balkonen gelagerten Unrat, Mobiliar oder ähnliches entzündeten. Am Erlerring in Wilhelmsburg verhinderte das beherzte Eingreifen eines Nachbarn schlimmeres. Dort waren im 8. Stock auf einem Balkon mehrere dort abgestellte Plastiktüten in Brand geraten. Der Nachbar löschte von seinem Balkon aus die Flammen mit Wasser aus einem Eimer. Am Reeseberg in Harburg brannte ein abgestelltes Auto (Foto r.) im vorderen Bereich. Vermutlich hatte Feuerwerk den Brand ausgelöst.

In ganz Hamburg rückte die Feuerwehr in ihrer „härtesten Nacht des Jahres zu 1018 Einsätzen aus. Das ist unterer Durchschnitt. Besonders gefragt war der Rettungsdienst mit 769 Einsätzen. Die Zahl der Brände lag mit 219 auf dem niedrigsten Stand seit dem Jahreswechsel 2008/2009. dl

Veröffentlicht 1. Januar 2015